Merenschwand
840 Unterschriften gegen ein neues Gemeindehaus

Die lokale SVP und das Komitee «Pro Merenschwand» haben ihr Referendum mit 840 Unterschriften eingereicht. Sie wehren sich gegen die Pläne, ein Gemeindehaus für 9 Mio. Franken zu bauen. Die Referendumsabstimmung dürfte am 22. September stattfinden.

Fabian Hägler
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Fritz Beck, Daniel Schöni, Theres Schöni, Max Meier und Annemarie Fischer (von links) vom Komitee «Pro Merenschwand» mit den Referendumsbögen gegen das neue Gemeindehaus.

Fritz Beck, Daniel Schöni, Theres Schöni, Max Meier und Annemarie Fischer (von links) vom Komitee «Pro Merenschwand» mit den Referendumsbögen gegen das neue Gemeindehaus.

Fabian Hägler

Relativ knapp, mit 142 Ja- gegen 121 Nein-Stimmen, bewilligten die Merenschwander Stimmberechtigten am 24. Juni einen 670 000-Franken Kredit zur Weiterbearbeitung des Projekts für ein neues Gemeindehaus.

Schon im Vorfeld der «Gmeind» gab es Opposition, und nun ist klar: Der Entscheid, ob die Planung für das 9-Millionen-Projekt weitergehen kann, fällt an der Urne.

Gestern Donnerstag reichte der lokale SVP-Präsident Fritz Beck zusammen mit vier weiteren Mitgliedern des Komitees «Pro Merenschwand» beim Gemeinderat insgesamt 840 Unterschriften gegen die Gemeindehaus- Vorlage ein. Die für ein Referendum nötige Zahl von 542 Unterschriften wurde damit klar übertroffen.

«Das ist ein wuchtiges Signal an den Gemeinderat, hier zeigt sich der Wille der Stimmbürger», kommentierte Beck. Komiteemitglied Annemarie Fischer sagte: «Es braucht ein neues Gemeindehaus, aber keinen Luxusbau für 10 Millionen Franken».

Fischer ergänzte, an der Gemeindeversammlung hätten sich 40 Personen der Stimme enthalten. «Diese Leute waren sicher nicht für das Projekt und können jetzt noch einmal abstimmen». Sie befürchtet, dass mit dem Projekt die Steuern in Merenschwand massiv steigen würden.

Dies hatten die Referendumsführer auch auf den Unterschriftenbogen prophezeit. Vizeammann Hannes Küng hielt bei der Übergabe des Referendums fest, dass solche Zusatzinformationen rechtlich heikel sein könnten.

«Es sind auch falsche Angaben dabei, zum Beispiel die Aussage, dass die Steuern für die nächsten 35 Jahre um 8 Prozent höher liegen würden», erklärte Küng.

Dennoch sollen die Unterschriften nun rasch geprüft werden. Christoph Riner, Leiter der Einwohnerkontrolle, will heute Freitag informieren, ob das Referendum zustande gekommen ist. Sollte dies der Fall sein, was bei der hohen Unterschriftenzahl anzunehmen ist, würde die Urnenabstimmung am 22. September stattfinden.