Die «Gmeind» Arni hat einen Neubau und Umbau der Dorfschulanlage eingeleitet. Dies in Form eines Projektierungskredits im Betrag von 297000 Franken, der mit grossem Mehr Zustimmung fand. Auch die Totalsanierung des Kreisschulhauses Titlis wurde sehr deutlich genehmigt. Nach dem Ja zum Arner Baukosten-Anteil von 363000 Franken kann man das Kellerämter Kreisschulhaus wie geplant zu Gesamtkosten von 2,1 Mio. Franken erneuern.

«Wir sparen viel Zeit ein»

Wie Gemeindeammann Heinz Pfister erläuterte, steht das Dorfschulvorhaben im Zusammenhang mit den Schülerzahlen und den geänderten Unterrichtsformen. Die Zahl der Schüler steige in den nächsten Jahren von derzeit knapp 140 auf 170 bis 180. Zudem müssten für die Klassen neu Gruppenräume geschaffen werden. Im Mai/Juni 2013 wird die Arner «Gmeind» dann über den Baukredit im Betrag von rund 3,5 Millionen Franken befinden.

Der genehmigte Projektierungskredit wird aufgeteilt. Einerseits wird er für die Erarbeitung des Bauvorhabens eingesetzt, andererseits für die Arbeitsausschreibungen. «So sparen wir viel Zeit ein, bestimmt ein halbes Jahr», sagte Pfister. Versammlungsteilnehmer Thomas Huber fragte, ob man bei den Arbeitsvergaben auch auf einheimische Betriebe setze und die Qualität der Arbeiten entsprechend gewichte. Laut Heinz Pfister bietet die erfahrene Firma Landis aus Geroldswil Gewähr für Qualität. Dieses Unternehmen werde die Feinplanung ausführen und die Submissionsunterlagen zusammenstellen. Das lokale Gewerbe bei den Arbeitsvergaben zu berücksichtigen, sei auch ein Anliegen des Gemeinderats.

Vor grösserem Investitionsschub

Die Versammlung sicherte ausserdem dem Ehepaar Arzinger das Gemeindebürgerrecht zu und genehmigte einstimmig das Gemeindebudget 2013 mit dem unveränderten tiefen Steuersatz von 87 %.

Arni steht indes vor einem grösseren Investitionsschub. Im nächsten Jahr sind Nettoinvestition im Betrag von 1,8 Mio. Franken vorgesehen, und im Finanzplan finden sich zahlreiche grössere und kleinere Vorhaben. Strassen- und Schulprojekte, das «Dorfschür»-Projekt oder der Kauf eines neuen Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr sollen bis ins Jahr 2018 realisiert und finanziert werden.

Falls sämtliche aufgelisteten Projekte bis in sechs Jahren ausgeführt würden, brächte es Arni dann auf einen Schuldenstand von 7,5 Millionen Franken. An der «Wintergmeind» 2013 dürfte über eine Steuererhöhung debattiert werden.