Beim SAC Lindenberg läufts gut. Nicht nur auf den unzähligen Wanderungen, Schneeschuh- und Skitouren, die er in den vergangenen 125 Jahren durchgeführt hat. Sondern auch dank der zwei Glanzlichter, die er in den Urner Bergen errichtet hat: der Salbithütte, die die Freiämter Sektion in den letzten Jahren zu einem wahren Schmuckstück ausgebaut hat, und der Salbitbrücke, deren Entstehung vor allem Hans Berger, der damalige Hüttenwart der Salbithütte, ins Rollen gebracht hat. Beiden widmet die Sektion mehrere Artikel in der neuen Festschrift. Verständlich, sind sie doch der ganze Stolz der Lindenberger – und deren Kapitalanlage, fügt Präsident Francis Kuhlen hinzu.

Kami, der Sherpa vom Everest

Zwei der Artikel im 64 Seiten starken Büchlein stammen aus der AZ Freiamt. Denn im vergangenen Jahr sind sowohl Hans Berger, der nach 34 Jahren seinen Hüttenwartposten abgab, als auch Fritz und Susi Knöpfel aus Bremgarten in der AZ porträtiert worden. Fritz Knöpfel ist nun bereits seit 66 Jahren im SAC, und so ging damals ihre Hochzeitsreise aufs Matterhorn und drei weitere 4000er.

Doch neben den Erinnerungen der drei Lindenberger fanden auch andere Trouvaillen Einzug ins kleine, hübsch gestaltete Büchlein. Beispielsweise die Erinnerungen an Kami. 18 Sommer lang war der Sherpa aus der Everest-Region die gute Seele der Salbithütte. Hier hat er sich das Geld verdient, um seine Kinder daheim in Nepal zur Schule schicken zu können. Auch bei der Arbeit für die Salbitbrücke leistete er wertvolle Arbeit. «Schade, dass er die Eröffnung der Brücke nicht mehr erlebt hat», wird Hans Berger zitiert.

Die Festschrift zum 125. Geburtstag enthält auch Artikel aus der AZ Freiamt.

Die Festschrift zum 125. Geburtstag enthält auch Artikel aus der AZ Freiamt.

Andere schöne Erinnerungen sind beispielsweise das Entsorgen der Altlasten 2013/14. Früher hatte man Abfall wie Glas, Metall und sogar Batterien einfach in Felsspalten und Erdlöchern vergraben. Der SAC Freiamt hat Pionierleistung betrieben, als er mit Sektionsmitgliedern und Jugendlichen allein im Sommer 2014 total 15 Kubikmeter Material ausgrub und fachgerecht entsorgte.

Der Ammann wird SAC-Mitglied

Am Jubiläumsabend selber zeigte sich, dass auch die höchsten Wohler Politiker, Ammann Arsène Perroud und Einwohnerratspräsident Edi Brunner, stark mit dem verbunden sind, was den SAC ausmacht: die Alpen. Brunner, in Herisau inmitten der Appenzeller Alpen aufgewachsen, unterhielt mit Sprüchen über die Innerrhödler. Besonders von seiner Lieblingshütte, dem «Chamme», berichtete er: «Das Schlimme daran, dass er auf der Kantonsgrenze steht, ist, dass die Wirtschaft auf innerrhödler Seite liegt, das WC aber in Ausserrhoden», brachte er das Publikum zum Lachen. Auch Perroud entführte mit Erinnerungen in die Berge. Und er versprach, noch diese Woche SAC-Mitglied zu werden. Im Gegenzug versprach der Vorstand, dafür zu sorgen, dass er bei seinem scheinbar dritten Versuch auch ganz sicher aufgenommen würde.