Wohlen
62-jähriger Arbeiter stürzt mit Muldenkipper in Wasserbecken und stirbt

Auf dem Areal der Ferrowohlen AG ist es am Morgen zu einem tragischen Unfall gekommen. Offenbar aufgrund eines medizinischen Problems stürzte ein Mitarbeiter mit einem schweren Baufahrzeug in ein Wasserbecken und verstarb.

Fabian Hägler
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Am Mittwochmorgen ist es in Wohlen zu einem tödlichen Unfall gekommen.

Am Mittwochmorgen ist es in Wohlen zu einem tödlichen Unfall gekommen.

Jean-Pierre Carène

Es war etwa 10.40 Uhr, als Dietmar Blum, Immobilienverwalter bei der Ferrowohlen AG, die Sirenen von Feuerwehr und Polizei hörte. «Ich ging aus dem Büro um nachzuschauen, was los war, als ich einen Anruf erhielt, dass ein Mitarbeiter verunglückt sei», sagt Blum.

Ein 62-jähriger Mann, der seit vier Jahren im Hauswartteam der Ferrowohlen arbeitet, war mit einem Muldenkipper in ein Wasserbecken gestürzt. Der Mitarbeiter hatte zuvor eine Hecke geschnitten und transportierte mit dem sogenannten «Dumper» das Schnittgut über das Areal.

«Offensichtlich erlitt er während der Fahrt einen Herzinfarkt, durchbrach danach mit dem schweren Fahrzeug die Abschrankung und landete schliesslich im Wasser», erzählt Dietmar Blum. Ein weiterer Mitarbeiter, der auf der anderen Seite des Beckens eine Zigarettenpause machte, wurde Zeuge des Unfalls. Er versuchte zusammen mit anderen Passanten, den Mann zu reanimieren, bis die Rettungskräfte auf Platz waren.

«Auch ein Helikopter wurde noch aufgeboten, doch die Hoffnung, unseren Mitarbeiter zu retten, erfüllte sich leider nicht», sagt Blum. Die Kantonspolizei bestätigt, der Mann sei leblos auf dem Fahrzeug gelegen. Die Ambulanzbesatzung sowie Angehörige der Regionalpolizei Wohlen hätten versucht, den Mann zu reanimieren. Die eingetroffene Feuerwehr barg ihn in der Folge aus dem Becken.

Nach ersten Erkenntnissen muss der 62-jährige Mann auf dem Areal die Herrschaft über den sogenannten Dumper verloren haben. Dieser durchbrach dann den Zaun und stürzte mehrere Meter in das Becken hinab. Die Unfallursache ist noch unklar.

Die Kantonspolizei Aargau hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten hat gleichzeitig eine Untersuchung eröffnet und beim Verstorbenen eine Obduktion angeordnet. Ein medizinisches Problem, wie von Dietmar Blum angesprochen, sei eine mögliche Todesursache, sagt Bernhard Graser. «Erst die Obduktion wird aber darüber Aufschluss geben.»

Der verstorbene Mitarbeiter sei sehr hilfsbereit, zuverlässig und exakt gewesen, sagt Blum. «Für unsere Angestellten, die Geschäftsleitung und das ganze Unternehmen ist sein Tod ein Schock. Wir bedauern den tragischen Unfall sehr und sprechen der Familie des Verstorbenen unser tiefes Beileid aus».

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