Niederwil entwickelt sich weiter: Auf einem bisher brach liegenden Grundstück an der Landstrasse – der Reusstaler Hauptachse von Bremgarten nach Mellingen – will die Büttiker Koch AG eine Überbauung mit sechs Häusern und insgesamt 53 Wohnungen realisieren. Das entsprechende Baugesuch liegt zurzeit öffentlich auf. Mit der Realisierung des auf 22 Mio. Franken veranschlagten Projekts will die Koch AG allenfalls bereits Ende Jahr beginnen.

Illusorisch ist das nicht, denn über das Gebiet wird schon länger geplant und die Bauherrschaft hatte deshalb bei der Projektierung verschiedene Kriterien zu berücksichtigen: «Es geht hier um eine Arealüberbauung, die bezüglich Gestaltung und bauliche Qualität hohe Anforderungen stellt», erklärte Samuel Eberli, der zuständige Projektplaner vom Badener Architekturbüro Rolf Billing.

Langhaus als Lärmriegel

Das Areal «Im Feld» liege peripher am Siedlungsrand und grenze an die Kantonsstrasse. Charakteristisch für das im Westen angrenzende Wohnquartier sei dessen Heterogenität, mit Gebäuden, die mehrheitlich in den 80er- und 90er-Jahren entstanden seien. Die Arealüberbauung, erläutert Eberli weiter, sei im Grundsatz eine Weiterentwicklung des Quartiers und basiere auf zwei Gebäude-Typologien mit insgesamt 53 Wohnungen. Parallel zur Landstrasse ist ein rund 100 Meter langer Baukörper geplant, im Westen sollen fünf punktförmige Bauten den Übergang zum angrenzenden Wohnquartier bilden.

Das Langhaus, dessen Wohnungen nach innen gerichtet seien, diene als Lärmriegel zur stark befahrenen Kantonsstrasse. Davon könnten auch die Bewohner des angrenzenden Quartiers profitieren, sagt der Architekt. Die Wohnhäuser sind um einen zentralen Innenbereich angeordnet, welcher den Bewohnern als Begegnungs-, Spiel- und Aufenthaltsraum dienen wird. Von diesem Innenhof aus bestehen direkte Zugänge zu den Punkthäusern und zur Tiefgarage mit 88 Einstellplätzen.

Ein besonderes Augenmerk wurde bei der Planung auf energetische Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien gelegt. Laut Samuel Eberli sollen Erd- und Umweltwärme genutzt sowie Solarstrom produziert werden.

Eigentum und allenfalls Miete

Von den 53 geplanten Wohneinheiten soll der grösste Teil (35) als 3 1/2-Zimmer-Wohnungen ausgelegt werden. Vorgesehen sind weiter 16 4 1/2-Zimmer- und zwei 2-Zimmer-Wohnungen.

Noch offen ist, ob alle Wohneinheiten verkauft werden. In den kleineren Häusern sicher, erklärt die Bauherrschaft. Allenfalls werde man im Langhaus an der Kantonsstrasse auch Wohnungen vermieten. Entscheiden werde man anhand der Nachfrage.