Merenschwand
52 Minuten Film zeigen das Freiamt, wie wir es alle kennen

Der Film «s’Oberfreiamt» von Bruno Käppeli aus Merenschwand hat am Freitag Premiere. Lange hatte Bruno Käppeli an einer Umsetzung gearbeitet. Der Film lohnt sich: Er zeigt das Oberfreiamt, wie wir es alle kennen.

Eddy Schambron
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Bruno Käppeli.

Bruno Käppeli.

Die Idee spukte schon länger im Kopf von Bruno Käppeli, engagiertem Hobbyfilmer und Leiter des Ortsmuseums Postlonzihaus in Merenschwand: Es müsste doch einen Film geben, der die Schönheit des oberen Freiamtes, die Vielseitigkeit dieser Region zeigt.

Jetzt gibt es ihn.

Am Freitag feiert der Film «s’Oberfreiamt» im Postlonzihaus Premiere.

Bei der inhaltlichen Gestaltung des 52 Minuten langen Streifens konnte Käppeli auf Leute zählen, die das Freiamt ebenfalls sehr gut kennen:

Peter Hägler, Erich Wettstein und Walter Mattmüller werden als redaktionelle Mitarbeiter aufgeführt, Samuel Käppeli zeichnet für die Grafik zuständig und Tommy Dätwyler, Schwiegersohn von Käppeli, engagierte sich als professioneller Sprecher und als Redaktor.

Kein Tourismus-Film

Der Film zeigt das obere Freiamt, wie es zu verschiedenen Jahreszeiten ist - manchmal auch bewölkt. Käppeli ist nicht der Versuchung erlegen, einen Tourismus-Werbefilm zu drehen.

Vielmehr führt er die Zuschauerinnen und Zuschauer unspektakulär durch die Region, zeigt nicht nur schöne Landschaften, sondern auch Industriekomplexe oder den Strassenverkehr.

Besonderes Gewicht erhält sozusagen naturgemäss Muri mit dem Kloster und allem, was dazugehört. Und die Wyssenbacher Sagi hat Käppeli auch etwas ausführlicher behandelt, weil sie ihm am Herzen liegt.

Bescheiden, wie er ist, findet im Film das Ortsmuseum Postlonzihaus zwar seine Erwähnung, aber nicht in dem Ausmass, wie es ihm eigentlich gebührt.

Es gibt auch überraschende Aufnahmen - etwa spielende Jungfüchse oder eine eigentliche Storchenversammlung in Merenschwand.

Zwischen Aufnahmen von typischen Oberfreiämter Landschaften und stattlichen (Bauern-) Häusern rücken Menschen ins Bild, die von ihrem Freiamt und auch von ihrer Arbeit erzählen.

«Es hat von nichts zu viel und von nichts zu wenig» im oberen Freiamt, kommt der Sprecher zum Schluss. Hier würden «gut geerdete, offene Leute» leben. Damit ist die Aussage des Films treffend zusammengefasst. Käppeli hat mit «s’Oberfreiamt» ein Zeitdokument geschaffen, das mit jedem Jahr, das ins Land geht, wertvoller werden wird.

Selber finanziert

Ein Geschäft wird der Film garantiert nicht. Käppeli hat nicht nur unzählige Stunden und unzählige Autokilometer investiert, er hat das Werk auch 100-prozentig selber finanziert.

«Ich kann nicht arbeiten, wenn ich finanziell unter Druck bin», sagt er.

So hat er den Film auch ohne Einflüsse von aussen realisieren können.

Über 500 Stunden Filmmaterial standen ihm zur Verfügung, als er daran ging, den Film zu schneiden. Jetzt ist er zufrieden, wenn die Leute Freude an seiner Arbeit haben. Vorerst ist der Film nämlich nicht einmal käuflich.

«Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, ich will ihn jetzt zuerst einmal den Leuten zeigen und sehen, wie er ankommt», lässt Käppeli offen, ob man ihn dereinst doch noch zu Hause abspielen kann.

Premiere ist am Freitag, 14. Juni, 20 Uhr im Ortsmuseum Postlonzihaus, Merenschwand. Weitere Vorführungen, jeweils mit Vorfilm: Samstag, 15., und Sonntag, 16. Juni, 20 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.