«Wir freuen uns, eine so grosse Gästeschar bei uns auf dem Kasernenareal begrüssen zu dürfen», sagte der neue Kommandant des Lehrverbandes Genie/Rettung/ABC, Lehrgänge und Kurse 74 sowie Kommandant des Waffenplatzes Bremgarten, Oberstleutnant im Generalstab Patrick Galimberti.

«Es ist nicht selbstverständlich, dass wir das Jubiläum feiern können. Denn im Dezember 2002 sorgte die Meldung für Aufsehen, dass die Kaserne Bremgarten wegen Einsturzgefahr geschlossen werden musste», erinnerte die Grossrats-Vizepräsidentin Renata Siegrist-Bachmann in ihrer Grussbotschaft an der Jubiläumsfeier in der neuen Halle. Glücklicherweise ist damals nichts eingestürzt. Die Kaserne wurde von 2003 bis 2007 saniert, ist jetzt statisch in einem guten Zustand und steht inzwischen sogar unter Denkmalschutz.

Bevölkerung kam in Scharen

Oberst im Generalstab Daniel Reimann, Kommandant des Katastrophenhilfe-Bereitschaftsbataillons, militärgekürzt Kata Hi Ber Bat, stellte seine Einheit vor. Ausgebildet werden die Soldaten als Durchdienereinheit. Sie sind im Januar eingerückt. Ihr Dienst dauert noch bis Anfang November.

Einen sehr interessanten, geschichtlichen Abriss über die Entstehung der Kaserne auf dem Waffenplatz Bremgarten gab Oberst im Generalstab Marco Vanoli, Stabschef des Lehrverbandes Genie/Rettung/ABC und Vorgänger von Oberstleutnant Galimberti.

Das 50-Jahr-Jubiläum der Kaserne, mit dem Tag der offenen Tore und Türen, lockte die Bevölkerung scharenweise auf den Waffenplatz Bremgarten und erlaubte dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen der Genietruppen: Brückenpanzer, Kampfpanzer, Schützenpanzer, Bagger, Krane in allen Grössen, Brückenelemente lang oder breit sowie imposante Materialtransporter wurden gezeigt.

Auf besonderes Interesse stiessen die Armeetaucher mit ihrem Informationsstand. Und wer nach Bremgarten gekommen war, ergriff die einmalige Gelegenheit, um in der umfassenden Ausstellung das funkelnagelneue Patrouillenboot der Armee, das Patr Boot 16, zu besichtigen und sich sogar an dessen Steuer zu setzen.

Für die Angehörigen der Armee sind zwei Sachen wichtig: Die persönliche Ausrüstung und das Korpsmaterial, also das für ihren Zug und ihre Kompanie im Truppenverband benötigte Material. Davon konnten sich am Tag der offenen Kasernentore und -türen in Bremgarten die vielen hundert Besucherinnen und Besucher persönlich überzeugen. So fielen auf dem Rundgang durch ein Kompaniehaus die sauber geputzten Kampfstiefel auf und die exakt ausgerichteten Ablagen mit weiterem persönlichem Material.