Wohlen
50 000 Pneus übernachten im Hotel

Die Nachfrage nach Autoersatzteilen steigt. Die Amag AG richtet darum in einer ehemaligen Halle der Ferrowohlen AG ein Ersatzteillager für das Mittelland ein.

Jörg Baumann
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Die Nachfrage nach Autoersatzteilen steigt. Das spürt auch die Amag Automobil und Motoren AG. Das Ersatzteillager in der Zürcher Gemeinde Buchs ist zu klein geworden, obschon die Amag AG dieses in den letzten Jahren nochmals stark ausgebaut und automatisiert hatte.

Täglich werden von Buchs aus 14000 bestellte Artikel, von der Radschraube über Bremsen bis zu Lichtsystemen, aus einem Sortiment von 150 000 Positionen ausgeliefert.

Wohlen ist ein zentraler Standort

Auf der Suche nach einem neuen Aussenlager für die Region Zürich-Mittelland stiess die Amag auf Wohlen, das zentral im Mittelland liegt. In einer Produktionshalle des früher betriebenen Stahl- und Walzwerkes Ferrowohlen AG richtet die Autoimportfirma auf einer Fläche von 2200 Quadratmetern ein «Räderhotel» für 50000 Autoreifen und Räder ein. In der Halle wollte die Ferro einmal Bleche herstellen. Die Produktionsanlage lief aber nie an. Denn die Ferro stellte vorher ihren Betrieb ein.

Die Amag AG verlegt nicht das ganze Ersatzteillager von Buchs nach Wohlen. Die Ferro-Halle dient der Firma lediglich für die Spitzenzeiten, wie Amag-Sprecher Dino Graf auf Anfrage mitteilt. Eingelagert werden laut Graf Reifen und Räder für Personenwagen in einigen hundert Dimensionen. Diese werden auf Bestellung direkt an die Garagen ausgeliefert. Im Lager werden, je nach Saison schwankend, zwischen zwei und zehn Arbeitskräfte beschäftigt.

Investitionen: Geschäftsgeheimnis

Wie viel die Amag AG in das neue «Räderhotel» auf dem Wohler Ferro-Areal investiert, will Amag-Sprecher Dino Graf nicht sagen. Die Amag sei mit Finanzzahlen «äusserst vorsichtig», teilt er lediglich mit. Das Lager wird voraussichtlich noch im April in Betrieb genommen.