Wenn am Samstag 45 Guggenmusiken zum Monster Muri kommen und noch dazu gegen 3000 Zuhörerinnen und Zuhörer, dann stehen der Gängelimusik rund 220 Helferinnen und Helfer zur Seite. «Ohne sie könnten wir einen solchen Anlass gar nicht durchführen», stellt OK-Präsident Fabian Rüegg fest.

Und David Keusch, zuständig für das Marketing, ergänzt: «Viele Vereine unterstützen uns vor und während dem Anlass, wir sind sehr froh darüber.» Sogar die «Konkurrenz» ist dabei: Die Stiefeliryter werden den Umzug anführen und am Monsterball spielen. «Die Differenzen vor 41 Jahren innerhalb der Stiefeliryter, die zur Gründung der Gängelimusik geführt haben, sind schon lange kein Thema mehr», lachen die beiden.

Grosse Arbeit

Sowohl Rüegg als auch Keusch haben als Jung-Gängeli das Monster von 2009 zwar als Anlass erlebt, waren aber nicht in die Organisation eingebunden. Jetzt stehen sie an vorderster Front und haben sichtlich Freude daran, zusammen mit den anderen Vereinsmitgliedern eine riesige Arbeit zu leisten. «Einzelne nehmen gleich eine Woche Ferien», sagt Keusch.

Für die andern gilt nach Arbeitsschluss: Ab in den Klosterhof, weiterarbeiten für das Monster. Zum Beispiel Festzelt aufbauen, Bar einrichten, Bühne bauen. Am nächsten Freitag stehen zudem alle ganztägig im Einsatz. «Wir sind gut auf Kurs», stellt Rüegg zufrieden fest. Auch Keusch ist überzeugt, dass das Monster 2014 gut kommt: «Wir haben eine tolle Stimmung und wir freuen uns alle auf den Anlass.» Erwartet werden gegen 5000 Leute, davon allein 1800 Guggenmusiker.

Sicherheit gewährleistet

Während dem ganzen Anlass wird auch die Sicherheit gross geschrieben. Andrea Häusermann ist dafür mit einem eigenen Ressort zuständig. «Wir arbeiten eng mit der Polizei und der Feuerwehr zusammen», erklärt Keusch. Professionelle Sicherheitsleute sind ständig vor Ort, der Samariterverein Muri und Umgebung gewährleistet erste Hilfe, wenn sie nötig sein sollte.

Im schlimmsten Fall ist auch das Spital nicht weit. «Wir profitieren in diesem Bereich von den Erfahrungen aus den früheren Monstern.» Die Cars, mit denen die Guggenmusiken anreisen, werden bei der Ziegelei und in der Industrie parkiert.

Vielfalt bieten

«Wir wollen für Muri etwas bieten», unterstreichen Rüegg und Keusch. Das Monster soll auch jenen Freude machen, die mit Fasnachtsanlässen sonst nicht so viel am Hut haben «Da die Guggenmusiken aus der ganzen Schweiz kommen, haben wir eine Vielfalt, die kaum zu übertreffen ist. Während dem Anlass ist ständig etwas los.» Tatsächlich spielen die Guggenmusiken auf drei Bühnen vor der Jury. Um 19.30 Uhr findet zudem ein Umzug und ab 21 Uhr der Monsterball statt.

Umgekehrt profitiert auch die Gemeinde von diesem Grossanlass. Er bringt den umliegenden Gasthäusern zusätzliche Gäste und der Name Muri wird positiv weit über die Region hinausgetragen.

Nach der Arbeit ist – fast – vor der Arbeit. Jedenfalls können sich die Gängeli-Leute nach dem Vergnügen nicht einfach zurücklehnen. «Wir beginnen noch am Sonntag am frühen Morgen mit dem Rückbau und arbeiten auch am Montag», unterstreicht Keusch. Es ist ein sportliches Programm, das die Gängeli vor sich haben: Am Montag muss der Klosterhof nämlich sauber sein, weil im Schulhaus Kloster wieder der Schulbetrieb beginnt.