Arni
«3330 Zuschauer in der 30. Saison wäre traumhaft»

Der Jugendcircus Biber jubiliert und begeht am Samstag, 9. August, die Premiere. Angesagt sind elf Vorstellungen vom 9. August bis 6. September, gezeigt wird das zweieinhalbstündige Programm «Traumhaft».

Lukas Schumacher
Merken
Drucken
Teilen
Trainingsfleiss und Geschicklichkeit im Biber-Zelt.

Trainingsfleiss und Geschicklichkeit im Biber-Zelt.

Lukas Schumacher

Der in der Freiämter Gemeinde Arni beheimatete Jugendcircus Biber steht vor der Aufführung seines 30. Programms. Aus Anlass des 30-Jahr-Jubiläums wünscht Vereinspräsident Michael Dürst seinem Circus «3330 Besucherinnen und Besucher, das wäre traumhaft.» Mit den erhofften rund 3300 Zuschauern wäre das blaue Biber-Zelt in der Jubiläumssaison ausgezeichnet besetzt. Angesagt sind elf Vorstellungen vom 9. August bis 6. September, gezeigt wird das zweieinhalbstündige Programm «Traumhaft».

Konzentriert und entspannt

In einer Lagerwoche bereiten sich die 50 Biber-Kinder und -Jugendlichen im Alter von 8 bis 16 auf die Aufführungen vor. Sie essen und übernachten auf dem Zirkusgelände, plaudern, ruhen sich aus, hören Musik. Im Zirkuszelt wird konzentriert geprobt. Am Morgen um 8.30 Uhr sind Nadja, Juliette, Jael, Sandra, Julienne und Sina an der Reihe. Sie üben am Vertikalseil Figuren ihres Auftritts «Feenzauber» ein.

Andere Gruppen lösen die jungen Feen ab. Knifflige Diabolo-Tricks folgen, Balanceakte auf der Laufkugel und dem Rola Bola in beachtlichem Tempo. Trainerinnen und Trainer beobachten die Auftritte ihrer Schützlinge genau, geben Anweisungen, lassen einzelne Teile wiederholen. Die Atmosphäre ist entspannt, die Nervosität gering. Noch bleiben ja einige Momente, um zu feilen und durchzuatmen, ehe am Premierentag um 19 Uhr die 15-köpfige Biber Band unter der Leitung von Patrick Wüthrich die neue Zirkussaison musikalisch eröffnet.

Engagiert und aufwendig

Ohne freiwillige Helfer und die Eltern der Zirkuskinder würde der Jugendcircus nicht funktionieren. Eltern zahlen nicht nur einen Jahresbeitrag und einen Lagerbeitrag, sie müssen auch engagiert anpacken. So beim Aufbau des grossen Zeltes und der ganzen Infrastruktur, bei der Verpflegung in der Küchenequipe, im Nähteam, das mehr als 80 neue Kostüme anfertigte, an der Zuschauerkasse oder bei der Freizeitbetreuung der Kinder ausserhalb der Manege.

«Das Mitmachen ist aus Elternsicht recht aufwendig», sagt die Arnerin Priska Keusch, Mutter von vier Zirkuskindern. Sie ist zuständig für die Medienbetreuung und drei weitere Nebenjobs im Biber. Die Fronarbeit der Eltern begleite und fördere die Zirkuskinder, stütze und festige aber auch das Zirkusunternehmen, merkt Priska Keusch an.

Die Entwicklung vom bescheidenen Kleinstzirkus anno 1984 zum vermutlich grössten Jugendzirkus der Schweiz schlägt auch auf die Finanzen durch. Das aktuelle Biber-Budget liegt bei je rund 100 000 Franken Einnahmen und Ausgaben. Wird die Rechnung Ende Saison aufgehen? «Ich denke schon, wir sind recht zuversichtlich», sagt Vereinspräsident Michael Dürst. Vor allem dank Zuschauereinnahmen und Spenden wolle man finanziell wiederum über die Runden kommen.