Fussball
3:0-Sieg – FC Wohlen lässt Muri im Cup-Derby keine Chance

Der Siegeszug des FC Wohlen geht auch im Cup weiter. Doppeltorschütze Simone Rapp und Mergim Brahimi schiessen den Favoriten gegen Muri vor 1800 Zuschauern eine Runde weiter.

Ruedi Kuhn
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Der Wohler Giuseppe De Filippo (rechts) wird von Shepend Mathosi in extremis abgedrängt. Links Goalie Yves Frey.
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Freiämter Cup-Derby Muri gegen Wohlen
Muri-Goalie Yves Frey behändigt den Ball vor dem heranstürmenden Giuseppe De Filippo. Michael Ludäscher (rechts) hält die anderen Wohler Spieler in Schach.
Vor grossartiger Kulisse wurde im Stadion Brühl gefightet. Der Murianer Michael Ludäscher (vorne) gegen Simone Rapp.
Joel Geissmann (links) wird von Shepend Mathosi am platziertem Schuss gehindert.

Der Wohler Giuseppe De Filippo (rechts) wird von Shepend Mathosi in extremis abgedrängt. Links Goalie Yves Frey.

Gerold Frei

Zehn Jahre wartet der FC Muri auf einen Cupschlager. Zehn lange Jahre: Dann erhält der 1.-Ligist mit dem FC Wohlen den Wunschgegner zugelost. 1800 Zuschauer kommen ins schmucke Kleinstadion Brühl und hoffen auf ein Fussballfest, auf ein Spektakel mit Emotionen, mit Leidenschaft und mit Herzblut. Und tatsächlich - Muri beginnt couragiert und setzt Wohlen in der ersten Viertelstunde ziemlich unter Druck: Stürmer Michael Koch scheitert nach gut einer Viertelstunde mit einem Schuss aus spitzem Winkel an Wohlens Torhüter Flamur Tahiraj.

Nur ein Strohfeuer von Muri

Das war’s dann aber auch schon. Die starke Startphase des Aussenseiters ist nicht mehr als ein Strohfeuer. Mehr als ein kurzes Lebenszeichen gibt der Aussenseiter nicht von sich. Der Grund – ganz einfach: Dem FC Muri fehlt es an Qualität, um den abgebrühten, clever, ja cool agierenden Kontrahenten herauszufordern. So führt der FC Wohlen schon zur Pause 2:0.

Frei nach dem Motto „Wenig Aufwand, viel Ertrag“ sorgen Simone Rapp mit einem Flachschuss aus 18 Metern und Mergim Brahimi mit einem mehr als fragwürdigen Penalty innert vier Minuten für klare Verhältnisse. Und als Rapp noch vor Ablauf einer Stunde nach einem Freistoss von Brahimi in aller Seelenruhe das 3:0 erzielen kann, ist der Mist geführt. Mit der klaren Niederlage vor Augen bäumt sich Muri noch einmal auf. Joker David Studer verpasst das 1:3 nur knapp. Schliesslich bleibt dem Heimklub der Ehrentreffer trotz tapferer Gegenwehr verwehrt.

Enttäuschter Beat Hubeli

Entsprechend enttäuscht ist Beat Hubeli nach dem Schlusspfiff. „Wir haben ganz einfach zu wenig getan, um die Cupsensation zu schaffen“, sagt der Trainer des FC Muri. „Ich hätte mir von meiner Mannschaft etwas mehr Härte und Aggressivität gewünscht. Mit Ausnahme der Startphase haben wir Wohlen das Leben ziemlich einfach gemacht.“

Einfach war es für das Team von Trainer Ciriaco Sforza tatsächlich. Unter der Regie von Denker und Lenker Kevin Pezzoni spulte der Favorit das Programm gekonnt hinunter. Der FC Wohlen war dem harmlosen Gegner sowohl von der mannschaftlichen Geschlossenheit als auch von der individuellen Klasse haushoch überlegen. „Ich muss den Spielern ein grosses Kompliment machen“, sagte Sforza. „Es war eine bravouröse Leistung mit dem einen oder andern Highlight. Es war wichtig, dass wir das Tempo und die Konzentration von Beginn an hoch gehalten haben. So kam Muri gar nie richtig ins Spiel.“ Der FC Wohlen aber bleibt auch im siebten Spiel dieser Saison ungeschlagen und darf sowohl in der Meisterschaft als auch im Cup auf den ganz grossen Coup hoffen.

FC Muri – FC Wohlen 0:3 (0:2)

Brühl. – 1800 Zuschauer. – SR: Musa. – Tore: 27. Rapp 0:1. 30. Brahimi (Pen.) 0:2. 58. Rapp 0:3.

Muri: Frey; Zeqiraj, Ludäscher, Mathosi; Hohl, Müller, Sinanovic, Trost; Koch (37. Studer), Taqaj (75. Tafa), Kaufmann (62. Streuli).

Wohlen: Tahiraj; Urtic, Giampa, Ezouzidis, Thaqi; Pezzoni; Geissmann, Weber (62, Xhema); Brahimi (66. De Filippo), Rapp, Ramizi (75. Milicaj).

Bemerkungen: Muri ohne Felder und Diethelm (beide verletzt), Wohlen ohne Pnishi (gesperrt) und Buess (verletzt). Verwarnungen: 72. Sinanovic (Foul) und 78. De Filippo (Unsportlichkeit).

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

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