Bremgarten

26 Millionen Franken für Wohnen im Alter einstimmig beschlossen

Das Alterszentrum Bärenmatt.

Das Alterszentrum Bärenmatt.

Der Umbau und die Erweiterung des Alterszentrums Bärenmatt in Bremgarten wurden einstimmig beschlossen.

Wohnungen mit der Möglichkeit, sich auch pflegen zu lassen, waren im Umfeld des Alterszentrums Bärenmatt in Bremgarten bis anhin nicht vorhanden. Das soll sich ändern, denn die Abgeordneten des Gemeindeverbands Regionale Alterszentren Bremgarten, Mutschellen, Kelleramt haben das Projekt für den Umbau und die Erweiterung des Hauses genehmigt und das 26-Millionen-Projekt ohne Gegenstimme verabschiedet. Damit haben die 25 versammelten Gemeindevertreter den Weg geebnet für die Unterbreitung der Vorlage an ihre Einwohner-Gemeindeversammlungen im Sommer 2020. Das heisst, die Stimmberechtigten in den 10 Verbandsgemeinden werden definitiv über das millionenschwere Vorhaben befinden.

«Der attraktive Standort wird aufgewertet»

Nach der klaren Überweisung des Projekts durch die Abgeordneten betonte Verbandspräsident Peter Spring, Gemeindeammann in Widen: «Der attraktive Standort Bremgarten kann mit diesem Projekt beibehalten und gar aufgewertet werden. Mit den Alterswohnungen und Pflege an einem Ort kann dem aktuellen Trend Rechnung getragen werden, den Heimaufenthalt möglichst lange hinauszuschieben.» Die Verabschiedung des Vorhabens ist dem Verband somit im vierten Jahr der Planung endlich gelungen, denn mit der Sanierung und dem Umbau beziehungsweise Neubau Bärenmatt befasste sich der Vorstand seit 2015 intensiv.

Die Bau- und Planungskommission (BPK) kam unter Einbezug von Fachleuten zu einem Ergebnis, das verschiedenen Anforderungen genügen soll. Aufgrund der Analyse der Möglichkeiten durch einen Bauplaner und -berater hat sich die BPK für die Lösung entschieden, das bestehende Alterszentrum Bärenmatt zu sanieren, umzubauen und zu erweitern, um dem Bedarf an Alters- und Pflegewohnungen gerecht zu werden.

Die begehrten Pflegebetten sollen in einem Neubau/Anbau umgesetzt werden. Im Verlaufe der Planung hat sich gezeigt, dass mit der Realisierung eines Erweiterungsbaus auf der Parzelle, die dem Gemeindeverband gehört, gleichzeitig auf ein Provisorium verzichtet werden kann. Unter Einhaltung der Beschränkung auf drei Geschosse passt sich die Erweiterung gut ins bestehende Ensemble ein, jedoch bedeutet die Vorgabe der geringen Geschosshöhen für die Planung eine Herausforderung. Geschickt gelöst werden kann der Verlust der Gartenfläche, auf welcher der Erweiterungsbau zu stehen kommen soll, durch die Gestaltung eines grosszügigen Dachgartens und einen Innenhof bei der Cafeteria im Erdgeschoss.

27 Alterswohnungen und 39 Pflegeplätze

Die Neukonzeption wird im Pflegebereich ausgerichtet auf 39 Bewohnerinnen und Bewohner, inklusive 4 Ferien- respektive Entlastungszimmer. Allerdings soll in Zukunft auch in den 27 neuen Alterswohnungen ein komplettes Pflegeangebot sichergestellt werden. Ausserdem kann in den Wohnungen nach Bedarf der hauseigene Wäsche-, Reinigungs- und Verpflegungsservice beansprucht werden.

Wie an der Abgeordnetenversammlung zu erfahren war, sind vorangestellte Balkone in der Bärenmatt für die Wohnungen mit Südausrichtung zwar berechnet worden. Doch aus Kostengründen soll nun doch darauf verzichtet werden. Nicht verpasst wird hingegen die Gelegenheit, im Zuge der Erneuerungen die gegenwärtig prekäre Parkplatzsituation beim Alterszentrum Bärenmatt zu lösen. Zusammen mit dem erweiterten Besucherparkplatz beim Haupteingang könnten dereinst neu 45 Parkplätze zur Verfügung gestellt werden.

Bei den baulichen Anpassungen im Bremgarter Alterszentrum gehen die Kostenschätzungen für den Umbau des Hauptgebäudes in 27 Wohnungen und einen Pflegebereich mit 10 Einzelzimmern von rund 15,2 Millionen Franken aus. Der neue Pflegetrakt mit 29 Pflegebetten und zwei Untergeschossen dürfte auf etwa 10,6 Millionen zu stehen kommen.

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