Friedlisberg
25-Millionen-Siedlung: Erste Wohnungen sind in 15 Monaten bezugsbereit

Am Freitag fand die Grundsteinlegung der grössten Wohnüberbauung im kleinen Rudolfstetter Ortsteil Friedlisberg statt. Im Sommer 2016 sollen das Projekt komplett fertiggestellt sein.

Lukas Schumacher
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Andreas Scherer von der Bauherrschaft Immovesta vor der imposanten Baugrube.

Andreas Scherer von der Bauherrschaft Immovesta vor der imposanten Baugrube.

sl

Im rund 350 Bewohner zählenden Dörfchen Friedlisberg, dem grünsten Ortsteil der Mutschellengemeinde Rudolfstetten, stieg am frühen Freitagabend eine kleine Feier. Anlass dazu bot eine Grundsteinlegung im Gebiet Kylchenfeld.

Hier realisiert das Unternehmen Immovesta aus Muri in Zusammenarbeit mit den Architekten 4aD die Überbauung «Im Wiler», eine Siedlung im Minergiestandard mit total 26 komfortablen Wohneinheiten, wozu 21 Eigentumswohnungen und 5 Einfamilienhäuser gehören. Die Grundsteinlegung vollzog man bloss auf symbolische Art, eine Steintafel wurde nicht in die Baugrube gehievt und einbetoniert.

Ehemaliges Gemeindeland

Nebst Eigentümern, Nachbarn sowie Vertretern der Bauherrschaft und am Bau beteiligter Firmen war die Gemeinde Rudolfstetten-Friedlisberg am kleinen Bauakt gleich dreifach vertreten: mit Gemeindeammann Sepp Brem, Gemeinderat Marc Hexspoor und Gemeindeschreiber Urs Schuhmacher. Die Verbundenheit von Kommune und Bauherrschaft geht auf den Landverkauf zurück. Das 6260 m2 grosse Bauland «Im Wiler» gehörte der Einwohnergemeinde. Sie hat es zum Preis von 5,7 Millionen Franken (900 Franken pro m2) ans Unternehmen aus Muri verkauft.

Ende Februar 2016 bezugsbereit

Vor drei Monaten liefen die Bauarbeiten für die neue und bisher grösste Siedlung in Friedlisberg an. Andreas Scherer, Leiter Projektmanagement bei Immovesta, rechnet mit einer Bauzeit von 18 Monaten. Demnach werden die ersten Wohneinheiten Ende Februar 2016 bezugsbereit sein. Im Sommer 2016 soll die Wohnüberbauung dann komplett fertiggestellt sein. Laut Scherer ist die Nachfrage beachtlich hoch. Stand heute sei ein Drittel der 26 Wohneinheiten verkauft worden und für zwei weitere lägen Reservierungen vor.

Ob im Sog der Neuüberbauung eine Kindergartenabteilung im früheren «Schuelhüsli» Friedlisberg eröffnet wird, ist noch unklar. Fest hingegen steht, dass der erwünschte Friedlisberger Ortsbus zum Bahnhof Rudolfstetten und zurück vorläufig nicht anrollt. «Zu teuer», befand der Gemeinderat und trat auf die Bremse. Der Ortsbus wäre in den ersten Betriebsjahren vom Kanton finanziell nicht unterstützt worden und hätte die Gemeinde Rudolfstetten jährlich 2 bis 3 Steuerfussprozente gekostet, also rund 250 000 Franken.

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