Jonen
20 statt 13 Minuten: Verlängerte Reisezeit nervt die Buspassagiere

Seit einem halben Jahr müssen Buspendler in Oberlunkhofen umsteigen, um nach Bremgarten zu kommen. Das werde sich nicht ändern, bringe aber auch Vorteile.

Chantal Gisler (Text und Foto)
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Der 231er-Bus fährt ab Bremgarten nicht mehr nach Jonen, sondern neu nach Arni.

Der 231er-Bus fährt ab Bremgarten nicht mehr nach Jonen, sondern neu nach Arni.

Chantal Gisler

Seit der Buskonzeptänderung vom 13. Dezember 2015 beschwerten sich immer wieder Joner Einwohner beim Gemeinderat darüber. In einer Stellungnahme erklärt er nun, dass es keine besseren Aussichten für die Lösung der von der Bevölkerung beschriebenen Mängel geben wird: «Aufgrund der vielen Randbedingungen besteht kein Spielraum, das öV-Konzept im Raum Kelleramt-Reusstal anzupassen.»

Der Hauptgrund für die Änderungen sei die Inbetriebnahme der Durchmesserlinie Zürich Löwenstrasse–Zürich Oerlikon. Dadurch wurden die Abfahrtzeiten der Züge in Birmensdorf und Affoltern geändert, und so mussten unter anderem auch die Fahrpläne für die Buslinien 215 sowie 245, die durch die kleine Gemeinde verkehren, angepasst werden.

Verlängerte Reisezeit

Den grössten Unmut bei der Bevölkerung verursachte jedoch die Änderung der Buslinie 231, die neu von Bremgarten nach Arni statt Jonen verkehrt. Nur so könne für die beteiligten Gemeinden Arni, Jonen, Oberlunkhofen, Unterlunkhofen und Rottenschwil die Verbindung nach Bremgarten gewährleistet werden. Mit den Ankunftszeiten der Linie 245 in Oberlunkhofen würden Fahrgäste von Arni die von Jonen nach Bremgarten fahrenden Busse um zwei Minuten verpassen, schreibt der Gemeinderat.

Er bedauert, dass dadurch die Reisezeit von 13 auf 20 Minuten verlängert werden muss. Eine Anpassung im Minutenbereich sei nicht möglich, da so die Anschlüsse der S-Bahn in Birmensdorf sowie der Bremgarten-Dietikon-Bahn nicht mehr gewährleistet werden könnten. Direktverbindungen für Schüler zwischen Bremgarten und Jonen, beispielsweise über Mittag, bleiben jedoch bestehen.

Der Gemeinderat ist dennoch überzeugt, dass die Gemeinde durch das neue Buskonzept bessere Verbindungen nach Zürich und Bremgarten hat. Denn neu gibt es für die Dorfbewohner 32 statt 19 Direktverbindungen nach Zürich, und auch in Richtung Bremgarten werden sogar 50% mehr Kurse angeboten.