Wohlen
20 Prozent mehr Führungen und sogar 30 Prozent mehr Besucher im Strohmuseum

Im letzten Jahr wurden deutlich mehr Besucher verzeichnet. Der Gönnerverein unterstützt neue Sonderausstellung mit Beitrag von 30000 Franken.

Jörg Baumann
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Andrea Zielinski (links) und Andrea Huser gestalten die neue Sonderausstellungim Strohmuseum in Wohlen. Jörg Baumann

Andrea Zielinski (links) und Andrea Huser gestalten die neue Sonderausstellungim Strohmuseum in Wohlen. Jörg Baumann

Das Strohmuseum Im Park verzeichnete letztes Jahr wieder deutlich mehr Besucher. Die Zahl der Führungen konnte um 20 Prozent auf 262 gesteigert werden, die der Eintritte sogar um 30 Prozent auf 7512.

Das teilte die Museumsleiterin Anna Hegi an der Generalversammlung des Vereins der Freunde des Strohmuseums mit. Der Gönnerverein unterstützt die neue Sonderausstellung «Design total – Stroh inspiriert Schulklassen» im Museum mit 30 000 Franken. Fünf Schulklassen können an der von den Projektleiterinnen Andrea Zielinski und Andrea Huser kuratierten Ausstellung, die vom 6. Juli 2017 bis 5. Juli 2018 gezeigt wird, ihre Kreationen aus Stroh präsentieren.

Potente Sponsoren gewonnen

Nicht nur die Ausstellung selber hat es in sich. Auch das Rahmenprogramm ist nicht ohne. Geplant sind der Besuch der ersten Design Biennale Hello Future in Zürich (9. September 2017) und zwei Sonderführungen mit einem Designerschüler-Duo (5. November 2017 und 29. April 2018). Für die Sonderausstellung habe das Strohmuseum neben den Museumsfreunden weitere potente Sponsoren an Land gezogen, stellte die Vizepräsidentin des Vereins, Ruth Portmann Bergamaschi, fest. Die Schau kostet 107 000 Franken. Davon konnten bisher 72 000 Franken gedeckt werden. Weitere 10 000 Franken erhält das Museum vom Gönnerverein für das Begleitprogramm rund um die Sonderausstellung und die Weiterentwicklung der Website des Museums, auf der in Zukunft die Informationen auch auf Englisch zu lesen sein werden.

855 Personen im Verein

Der Gönnerverein zählte Ende 2016 561 Einzel- und Kollektivmitglieder mit 855 Personen. «Wir bemühen uns, den Mitgliederstamm zu verjüngen», teilte der Vereinspräsident Martin Burkard mit. Für das Strohmuseum werben ab 22. Mai die Sujets auf den Deckeli der von Emmi produzierten Kaffeerahmdöschen. Häuser aus Stroh stehen am Internationalen Museumstag am kommenden 21. Mai im Mittelpunkt. «Werbung für das Museum machen wir weiter auch in den Postautos», bemerkte die Museumsleiterin Anna Hegi an der Versammlung.

Für allfällige Globetrotter in Sachen Freiämter Stroh dürfte sich eine Reise in den «Wilden Osten» von Deutschland lohnen. Die der Freiämter Strohgeflechtindustrie gewidmete Sonderausstellung im Schloss Moritzburg bei Dresden, wird aufgrund der grossen Nachfrage bis in den Oktober 2017 verlängert. Ende 2016 konnten Mitglieder des Vereins der Museumsfreunde die Ausstellung bereits besichtigen (die az berichtete darüber).

Strohhandwerk blüht

Dem Strohhandwerk verpflichtet fühlt sich auch der in Wohlen domizilierte Verein Stroh in Form. Die Mitglieder kommen aus der ganzen Schweiz. «Wir reisten zwar nicht nach Dresden, aber dafür nach Luton in England, eine Hochburg der Strohgeflechtindustrie auf der Insel», sagte die Präsidentin von Stroh in Form, Claudia Künzi-Schnyder (Maschwanden).

Die Vereinsmitglieder konnten 2012 für die Ehrengäste der Gedenkfeier «300 Jahre nach dem Zweiten Villmerger Krieg» die Strohabzeichen anfertigen und nahmen auch schon am Historischen Handwerkermarkt in Bremgarten teil.

Zwei Ausnahmekönner ihres Faches begeisterten die Mitglieder des Gönnervereins an ihrer Versammlung: der erst 14 Jahre alte, aber schon mit nationalen und internationalen Preisen gekrönte Pianist Lou Hägi aus Muri und der elfjährige Stepptänzer Edwin Berchtold aus Suhr.

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