Mutschellen
18-Millionen-Sanierung der Kreisschule wird aktuell

Das Grossvorhaben «Sanierung der Gebäudeanlage KSM1 samt Turnhalle» wird politisch auf den Realisierungsweg geschickt. An den bevorstehenden Gemeindeversammlungen Berikon, Widen, Rudolfstetten und Oberwil-Lieli soll darüber abgestimmt werden.

Lukas Schumacher
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Prekärer Zustand: Das Anfang der 1970er-Jahre erstellte Schulhausgebäude KSM1 lässt sehr zu wünschen übrig.

Prekärer Zustand: Das Anfang der 1970er-Jahre erstellte Schulhausgebäude KSM1 lässt sehr zu wünschen übrig.

dno

660 000 Franken kostet diese Detailprojektierung. Deren Kosten werden anteilsmässig auf die vier Mutscheller Kreisschulgemeinden aufgeteilt. Die Bewohner von Rudolfstetten-Friedlisberg zum Beispiel befinden an ihrer «Gmeind» vom 9. November über einen Projektierungskredit von 196000 Franken.

«Renovationen sind überfällig»

Laut Christian Schaub, dem Vizeammann von Rudolfstetten-Friedlisberg und Präsidenten des Sanierungsausschusses der Kreisschule Mutschellen, muss die Sanierung der 40-jährigen Anlage jetzt dringend eingeleitet werden: «Nebst den teils gravierenden Mängeln, die es zu beseitigen gilt, zwingen uns auch die Sicherheitsvorschriften zum raschen Handeln.» Die auf die lange Bank geschobenen Renovationen seien überfällig, sie könnten nicht mehr länger hinausgezögert werden.

Ehrgeiziger «Fahrplan»

Der Sanierungsausschuss setzt auf einen ambitiösen Zeitplan. So soll in den vier Kreisschulgemeinden schon an den Sommer-Gemeindeversammlungen 2013 über den Baukredit in der Grössenordnung von rund 18 Millionen Franken abgestimmt werden; auch diesen hohen Betrag werden die vier Gemeinden anteilmässig zu stemmen haben, was im Schnitt rund 4,5 Mio. Franken pro Gemeinde ausmacht. Ziel ist es, die aufwendige Sanierung Anfang 2014 anzupacken und innert zwei Jahren zu vollenden. Im Optimalfall wird das Schulgebäude KSM1, wo täglich rund 400 Schüler und Lehrkräfte aus- und eingehen, im Jahr 2016 oder spätestens 2017 erneuert sein.

Umfangreiche Mängelliste

Die Sanierung des ältesten Schulgebäudes samt Turnhalle auf dem Kreisschulgelände verdeutlicht eine lange Mängelliste. Auf dieser Liste stehen diverse technische, energetische und räumliche Unzulänglichkeiten sowie die bereits erwähnten Sicherheitsvorschriften. Sorgen bereiten insbesondere die zu langen Fluchtwege, die man im Notfall benützen müsste. Gänzlich erneuerungsbedürftig sind die Wärmedämmung, die Heizungsanlagen und die Lüftungsanlagen.

Von der energetischen Sanierung erwartet man eine markante Verringerung des Energieverbrauchs, die auf die jährlichen Betriebskosten durchschlagen wird. Gemäss einer unabhängigen Fachfirma wird für die Instandstellung der Innenräume viel Geld ausgelegt müssen, voraussichtlich rund 8 Millionen Franken. Ebenfalls stark zu buche schlägt die Erneuerung der Gebäudehülle mit ungefähr 5,5 Millionen Franken. Die hohe Gesamtinvestition von voraussichtlich rund 18 Millionen Franken für die Sanierung ist deutlich günstiger als ein Neubau. Denn eine komplett neue KSM1 samt Turnhalle würde ungefähr 32 Millionen Franken kosten.