Rudolfstetten
162 neue Wohnungen im Zentrum von Rudolfstetten

In allen drei Mutschellengemeinden prägen Mehrfamilienhäuser einen Teil des Ortsbildes. Eine spezielle Mehrfamilienhaus-Siedlung befindet sich an der oberen Dorfstrasse in Rudolfstetten in der Nähe des Islerenwald unweit des Zentrums Mutschellen.

Lukas Schumacher
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Bereinigter Gestaltungsplan vorhanden: Nicht heute und morgen, aber übermorgen wird die Altsiedlung schrittweise abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. sl

Bereinigter Gestaltungsplan vorhanden: Nicht heute und morgen, aber übermorgen wird die Altsiedlung schrittweise abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. sl

Lukas Schumacher

Auf dem finanzkräftigen Mutschellen stehen nicht nur Einfamilienhäuser. In allen drei Mutschellengemeinden prägen Mehrfamilienhäuser einen Teil des Ortsbildes. Eine spezielle Mehrfamilienhaus-Siedlung befindet sich an der oberen Dorfstrasse in Rudolfstetten in der Nähe des Islerenwald unweit des Zentrums Mutschellen.

Die Überbauung mit den 102 Wohnungen ist rund 50-jährig, sie gehört der Wohnbaugenossenschaft «Im Michel»; Erich Achermann aus Berikon steht der Genossenschaft als Präsident vor. Die Bewohner der Siedlung, allesamt Genossenschafter, profitieren von moderaten, portemonnaieschonenden Mietzinsen. Ein erwähnenswerter Sachverhalt, zumal der Mutschellen nicht als Region mit sehr viel erschwinglichem Wohnraum gilt.

Erneuerung in Etappen

In absehbarer Zeit soll die Altsiedlung in Rudolfstetten durch eine Neuüberbauung mit höherer Wohnqualität ersetzt werden. Dem Abbruch geweiht sind zwei viergeschossige Wohnblöcke und drei dreigeschossige Zeilenbauten der Siedlung. Anstelle dieser Gebäude will die Genossenschaft in den nächsten 25 Jahren neun neue Mehrfamilienhäuser mit je vier Geschossen bauen. Die neue Siedlung auf dem 1,5 Hektaren grossen Grundstück soll in Etappen realisiert werden.

Der Erneuerungsvorschlag mit den neun Mehrfamilienhäusern stammt vom Büro Roos Architekten aus Rapperswil. Mit dieser Idee gewann das Büro vor drei Jahren einen Studienwettbewerb. Der Wettbewerb zielte darauf ab, die Siedlung gleichermassen gefällig wie intelligent zu erneuern und eine innere Verdichtung zu erzielen. Wichtiges Teilergebnis der angestrebten Verdichtung ist eine markante Erhöhung der Wohneinheiten. Nach dem Endausbau soll es die Siedlung auf 162 Wohnungen bringen.

Im Sog der Erneuerung und Komfortsteigerung werden die Mietzinse aufschlagen. Nach Angaben der Baugenossenschaft wird dies auf vernünftige, massvolle Art geschehen. Denn die Mehrwertabschöpfung der Erneuerung stehe keineswegs im Zeichen der Gewinnmaximierung oder Spekulation. Sie werde vielmehr den Bewohnern zu Gute kommen in Form von nach wie vor preiswertem Wohnraum.

Gute Noten vom Kanton

Auf dem Wettbewerbssiegervorschlag des Architekturbüros Roos fusst denn auch der Gestaltungsplan «Siedlung Obere Dorfstrasse». Der Kanton Aargau, genauer die Abteilung Raumentwicklung, beurteilte den Plan in der Vorprüfung als sehr vorteilhaft. Der Gestaltungsplan überzeuge städtebaulich, die angestrebte Verdichtung sei raumplanerisch erwünscht. Gute Noten erteilte der Kanton auch dem Bebauungskonzept, dem verkehrsarmen Siedlungskonzept sowie dem Energiekonzept, das weitgehend auf erneuerbaren Energien basiert.

Der Gemeinderat hiess den Gestaltungsplan samt Sondernutzungsplan gut. Die Unterlagen kann man bis zum 9. Juni bei der Abteilung Bau und Planung im Gemeindehaus begutachten.

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