Bei starkem Regen bekamen bisher einige Hausbesitzer in Sarmenstorf nasse Füsse. Auf der Wiese beim Hofbündtenweg sammelt sich bei Platzregen das Wasser und fliesst in die Untergeschosse der angrenzenden Häuser. Ein Schacht, der das Wasser aufnehmen sollte, wäre eigentlich vorhanden. «Es kommt aber häufig zu Verstopfungen», sagt Gemeinderat Philippe Wütherich. Manchmal sei das Rohrsystem auch überlastet und das Wasser tritt wieder aus dem Einlaufschacht aus.

Bei besonders starken und lang anhaltenden Regenfällen kann auch ein zu hoher Grundwasserspiegel Schäden an den Gebäuden verursachen. Der ungünstigen Situation möchte die Gemeinde entgegenwirken: Ein Hochwasserrückhaltebecken soll gebaut werden.

Damm bekommt Kern aus Ton

Die Gemeinde erteilte dem Ingenieurbüro Hunziker, Zarn & Partner den Auftrag, das Auflageprojekt auszuarbeiten. Als Grundlage diente ein Bauprojekt aus dem Sommer 2010.

Vorgesehen ist ein Damm, der das abfliessende Wasser zurückhalten und gezielt in einen Abfluss leiten soll. Nach Festsetzung der aufzufangenden Wassermenge auf 2,4 Millionen Liter wurden die nötigen Masse des Schutzdamms berechnet. Durchschnittlich 85 Zentimeter ragt der Wall in die Höhe, an der höchsten Stelle sind es sogar 1.70 Meter. An der Basis beträgt seine maximale Breite über fünf Meter.

Und um die Angaben zu vervollständigen: Auf einer Länge von 161 Metern umspannt der Wall die Wiese. «Die Anlage ist nichts Grosses», sagt Wütherich. «Aber für die betroffenen Anwohner ist er von grosser Bedeutung.» Damit der Damm die Wassermengen zurückhalten kann, muss er von einem festen Kern durchzogen sein. Dafür wurde Ton wurde; dieses Material soll Stabilität und Wasserundurchlässigkeit des Walls gewährleisten.

Damit sich das Rückhaltebecken möglichst gut in das ursprüngliche Landschaftsbild einfügt, werden die Böschungen des Damms begrünt. Diese Bewachsung dient zudem als Oberflächenschutz.

Arbeiten im Herbst beendet?

Die Pläne für das 82000 Franken teure Projekt sind fertig, die Auflagefrist des Baugesuchs endet heute Montag, 9. Mai. Die Anwohner am Hofbündtenweg können sich freuen: «Wenn alles ohne Verzögerungen über die Bühne geht, können die Bauarbeiten im Juni beginnen und im Herbst bereits beendet sein», lässt Micheal Schilling vom Ingenieurbüro auf Anfrage verlauten.