Niederwil
150 Personen setzen sich im Freiamt für das Rote Kreuz ein

Hans Rösch, Präsident des Schweizerischen Roten Kreuzes Aargau, nimmt jedes Jahr an einem regionalen Rotkreuzabend teil – dieses Jahr hat er das Freiamt besucht, um für den grossen Einsatz der Freiämter zu danken.

Barbara Hagmann
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SRK-Präsident Hans Rösch nimmt jedes Jahr an einem regionalen Rotkreuzabend teil – dieses Jahr hat er das Freiamt besucht. hag

SRK-Präsident Hans Rösch nimmt jedes Jahr an einem regionalen Rotkreuzabend teil – dieses Jahr hat er das Freiamt besucht. hag

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Das Schweizerische Rote Kreuz Aargau muss nicht um Freiwillige buhlen. Der Zulauf ist gross; allein der Regionalstelle Freiamt stehen 147 Personen zur Verfügung, die in ihrer Freizeit im Dienste der Allgemeinheit stehen. Am Freitagabend lud die Freiämter Zweigstelle ihre Fahrdienstler zum traditionellen Rotkreuzabend in den Reusspark in Niederwil ein. Bei einem Drei-Gänge-Menü und Schwyzerörgeli-Musik liessen sich die rund 100 Anwesenden für ihren Einsatz danken.

SRK geniesst gutes Image

Als Höhepunkt der Veranstaltung war Hans Rösch, Präsident des SRK Aargau, vor Ort. «Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Bereitschaft, Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen», lobte Rösch. Mit einer Satire gab der Präsident Einblick ins Altersheimleben im Jahr 2035, wo frisierte Rollstühle, Irokesenschnitte, Tätowierungen und Schlägereien mit Gehilfen an der Tagesordnung seien.

Dass das SRK regen Zulauf an Freiwilligen hat, schreibt Rösch dem guten Image der Institution zu. «Vieles läuft über die Mundpropaganda.» In Bezug auf finanzielle Zuwendungen kommt der Organisation ebenfalls ihre Reputation zugute. «Trotz der Finanzkrise verzeichneten wir keinen Spendenrückgang. Im Gegenteil», hielt Rösch fest.

Der SRK-Fahrdienst wird rege genutzt. Wer sich engagieren will, durchläuft zuerst einen Bewerbungsprozess. Ein Vorstellungsgespräch und eine Fahrstunde geben Aufschluss darüber, ob sich der Kandidat oder die Kandidatin für die Aufgabe eignet. Ferner absolvieren die Fahrdienstler einen TCS-Kurs sowie einen Einführungstag: «Dabei lernen sie, wie sie mit den verschiedenen Beeinträchtigungen der Menschen umgehen können», erläuterte die Regionalstellenleiterin Silvia Haage.

Sinnvolle Freizeitbeschäftigung

Mit Ausnahme von Rollstuhlfahrern, die nicht in einen normalen Personenwagen transportiert werden können, werden die Privatautos der Fahrdienstler genutzt. Insgesamt vier SRK-Fahrzeuge stehen für den Spezialtransport von Rollstuhlfahrern zur Verfügung.

Die anfallenden Kilometerkosten werden direkt von den Fahrdienstnutzern mit 70 Rappen vergütet. «Unser Netzwerk ist mittlerweile gross; bei der Zuteilung achten wir jeweils darauf, dass Fahrer und Nutzer in der gleichen Gemeinde wohnen», betonte Haage und fügte hinzu: «Bei den Freiwilligen handelt es sich vorwiegend um pensionierte Männer und Frauen, die ihre Freizeit sinnvoll ausfüllen möchten.»

Über den Fahrdienst hinaus bietet das Schweizerische Rote Kreuz auch einen Besuchs- und Begleitdienst für allein lebende Menschen an. Letzteres vorwiegend in Form eines vom SRK organisierten Ferienlagers.