Tägerig
140 Fussball-Junioren müssen bangen, weil ein Anwohner sich querstellt

Der Gemeinderat von Tägerig heisst einen vierten Trainingstag für den FC Tägerig gut und weist die Einsprache eines Anwohners damit ab. Wenn dieser den Entscheid aber weiterzieht, können 140 Junioren des FC nicht richtig trainieren.

Kim Ghilardi
Merken
Drucken
Teilen
Die Juniorenabteilung stösst an ihre Grenzen (Archiv)

Die Juniorenabteilung stösst an ihre Grenzen (Archiv)

Hansjörg Sahli

Der Fussballklub der Gemeide Tägerig erhält regen Zulauf bei den Junioren, die Jungen kommen aus allen umliegenden Gemeinden, um beim FC Tägerig Fussball spielen zu dürfen. Die jungen Neuankömmlinge sind so zahlreich, dass der FC bei der Gemeinde eine Eingabe für einen vierten Trainigsabend auf dem Gebiet «Verlorenen» gemacht hat, auf dem er bisher schon drei mal pro Woche trainiert.

Was die meisten freut, ist aber einem Anwohner ein Dorn im Auge und zwar so sehr, dass dieser eine Einsprache gegen das zusätzliche Training des FC erhob und zudem gleich noch eine Immissionsklage nachschob, um die öffentliche Nutzung des Spielplatzes zu verbieten. Zur Freude der meisten Tägeriger hat der Gemeinderat sowohl die Einsprache, als auch die Lärmklage nun abgelehnt.

«Wir leiden schwer darunter»

Weil der Beschwerdeführer die Entscheidung des Gemeinderats aber noch anfechten kann, ist der Trainingsabend aber immer noch gefärdet. Die Leidtragenden dieses Geplänkels sind im Endeffekt der FC Tägerig und seine Junioren. «Wir leiden schwer darunter», sagt FC Präsident André Zehnder. Besonders jetzt, wo es regne sei es schwierig mit dem Platz.

Der FC wolle etwas aufbauen, und habe mit 140 begeisterten Junioren und ein paar bewährten Trainern die besten Voraussetzungen - wäre da nicht dieser Einwohner, der sich in den Weg stellt und einen geordneten Trainingsablauf verhindern will.

Kläger kann Entscheidung anfechten

Gemeindeammann Jürg Walty geht sogar davon aus, dass der Beschwerdeführer den Entscheid des Gemeinderats noch bei der nächsten Instanz anfechten wird. «Er hat eindeutig gesagt, dass er seine Beschwerde weiterziehen wird, wenn wir nicht darauf eingehen», erzählt Walty. Der offenbar entschlossene Kläger sei selber nicht in Tägerig aufgewachsen und habe das Grundstück zwischen dem Industriegebiet und dem Trainingsplatz geerbt.

Der Gemeindeammann selber bezeichnet die Lärmbelastung der fussballspielenden Junioren als minimal und wohnt selber, genau gleich wie der Beschwerdeführer, am Trainingsplatz des FC. Auch der Gemeindeschreiber Rolf Meier erklärt im «Reussboten», dass die Lärmbelastung für die Anwohner tolerierbar sei.

Wie das Training des Clubs nun weitergeht und ob der Entscheid weiter gezogen wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.