Soeben haben die Gemeinden Berikon, Widen und Rudolfstetten den Startschuss zu einer Mutscheller Entwicklungsstudie gegeben. Das Planungs- und Beratungsbüro «Sapartners» aus Zürich wird die Studie zusammenstellen.

Sie soll bauliche Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten im Mutschellen-Zentrum darlegen. Schwerpunkte sind die Bauplanung, die Verkehrsplanung und wirtschaftliche Aspekte.

Das Gebiet, das unter die Lupe genommen wird, erstreckt sich vom Spar-Gebäude in Rudolfstetten bis zur Migros in Widen und zum Berimärt in Berikon samt dem Bahnhofgelände Berikon-Widen und der Mutschellen-Kreuzung.

Umfrage bei 400 Haushaltungen

Teil der Studie werden Ergebnisse einer Umfrage auf dem Mutschellen sein. Die Umfrage führt das Fachbüro GSP aus Zürich in den nächsten Wochen bei Inhabern von Gewerbebetrieben und bei Bewohnern der drei Gemeinden durch.

400 privaten Haushaltungen sowie 150 Gewerbebetrieben in Berikon, Rudolfstetten und Widen werden Umfragebogen zugeschickt. Der Fragenkatalog dreht sich um das Leben und den Alltag auf dem Mutschellen, ums Einkaufen und die vorhandenen Dienstleistungen.

«Letztlich», erläutert Hans Naef vom Büro GSP, «wollen wir in Erfahrung bringen, was in der Region Mutschellen aktuell fehlt oder wo Nachholbedarf besteht.»

Die Betreiber von Dienstleistungs- unternehmen und Gewerbefirmen werden dabei hauptsächlich über die gewerblichen Aktivitäten auf dem Mutschellen befragt, über ihre Bedürfnisse, die Konkurrenzsitua-tion und Zusammenarbeit.

Bis Mitte August werden die Bewohner und Gewerbetreibenden Zeit haben, die Umfrage auszufüllen und zu retournieren. Hans Naef rechnet mit einer beachtlich hohen Rücklaufquote von 25 bis 30 %. Bereits Anfang September sollen die Ergebnisse vorliegen.

«Zentrum soll attraktiver werden»

Laut Vreni Meuwly, Gemeindeammann in Widen, soll das Zentrum in den nächsten Jahren nicht bloss quantitativ und städtebaulich zulegen, «sondern es soll vor allem auch attraktiver für die Bewohner werden». In diesem Punkt erhoffe man sich von der Studie mehrere griffige Ansätze und Vorschläge.

Ein Hauptelement der Zentrums-Entwicklung ist die markante Mutscheller Verkehrskreuzung. Sie soll, ja sie muss saniert werden, damit der rege Bahn- und Strassenverkehr zumindest in den nächsten 15 bis 20 Jahren flüssig bleibt.

Im Vordergrund des Ausbaus steht die «Variante 0+», die gemäss einer Baukostenschätzung 13 Mio. Franken kosten würde.

Die Behörden der drei Mutschellengemeinden favorisieren indessen eine Ausbauvariante, die eine nachhaltige Entflechtung von Schiene und Strasse zulassen würde, indem entweder der Schienenstrang oder der Strassenzug tiefer gelegt wird. Die Realisierung einer solchen Ausbauvariante käme ungleich teurer zu stehen als die «Variante 0+».

Vreni Meuwly ist «gespannt, welche Ausbauvariante die Studie empfehlen wird.» Fest stehe, dass die drei Gemeinden und der Kanton nächstes Jahr anhand der Studie eine Auslegeordnung vornehmen werden. Wichtige Aspekte sollen dabei Aufnahme in einem Sachplan finden, der für die Behörden verbindlich sein wird.