Wohlen 
120 neue Arbeitsplätze im Freiamt: Ferrowohlen baut für 25 Millionen zwei Hallen für Estée Lauder

Für 25 Millionen Franken will die Ferrowohlen AG zwei Hallen erstellen. Die Neubauten sollen an das Kosmetik-Unternehmen Estée Lauder vermietet werden.

Walter Christen
Drucken
Teilen
Im nördlichen Teil (auf dem Bild rechts) des Industrieparks der Ferrowohlen AG sollen zwei neue Hallen entstehen.

Im nördlichen Teil (auf dem Bild rechts) des Industrieparks der Ferrowohlen AG sollen zwei neue Hallen entstehen.

zvg

Es ist vorgesehen, den Industriepark der Ferrowohlen AG im nördlichen Teil zu erweitern. Geplant ist der Bau von zwei Hallen. Dabei handelt es sich um eine einstöckige Lagerhalle mit Platz für etwa 15'200 Paletten sowie eine zweigeschossige Halle mit den Abteilungen Produktion im Parterre und Verpackung im Obergeschoss.

Gelagert werden Produkte aus den Bereichen Hautpflege, Make-up, Duft- und Haarpflege. Darunter befinden sich auch brennbare Materialien, wobei es sich um Gebindegrössen unter den brandschutzrelevanten Volumen handelt. Dazu wird das erste Untergeschoss der Produktions- und Verpackungshalle als Tiefgarage mit 130 Parkplätzen ausgebaut. Das Baugesuch liegt noch bis zum 10. Dezember in Wohlen und Villmergen öffentlich auf.

Die Gebäude werden im Auftrag der Bauherrin, der Ferrowohlen AG, erstellt und an die Estée Lauder Logistic GmbH in Brunegg vermietet, wie den umfangreichen Baugesuchunterlagen entnommen werden kann.

120 Mitarbeiter

Das Unternehmen Estée Lauder wurde 1946 gegründet und hat seinen Hauptsitz in New York. Ihre Produkte verkauft die Firma in mehr als 135 Ländern. Im Industriepark der Ferrowohlen AG entsteht ein neues Distributionscenter für den Ausbau der Lager- und Lieferkapazitäten. Es ist beabsichtigt, dort 120 Mitarbeitende zu beschäftigen. Gearbeitet werden soll im Zweischichtbetrieb. Der Start der Produktion ist für den Herbst 2019 vorgesehen.

Die Ferrowohlen AG betrieb an ihrem Standort in Wohlen/Villmergen von 1955 bis Ende 1993 ein Stahlwerk, in welchem rund 15 Prozent des in der Schweiz angefallenen Stahlschrotts zu neuen Produkten verarbeitet wurde. Dabei diente früher der Teil des Areals, auf dem die beiden neuen Hallen errichtet werden, als Deponie für Schlacke, feuerfeste Materialien und weitere Stoffe aus der Verarbeitung.

Seit der Stilllegung der Stahlproduktion bewirtschaftet die Ferrowohlen AG das Hauptareal von 170'000 Quadratmetern und vermietet drei Hallen mit einer Fläche von rund 80'000 Quadratmetern sowie Aussenlagerplätze von etwa 30'000 Quadratmetern.

Aktuelle Nachrichten