Wer jemanden zum Lächeln bringt, hat schon sehr viel zum Positiven verändert. Diese Weisheit im Herzen überbrachten am Sonntag Freiwillige des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Aargau an 1000 Krankenbetten im Kanton je eine rote Gerbera als Zeichen der Solidarität. Anlass war der «Tag der Kranken», den der gemeinnützige Verein schon seit 75 Jahren veranstaltet.

Dieses Jahr stellte Bundesrat Didier Burkhalter diesen Tag unter das Motto «Psychische Belastungen, zeigen wir Mut zum Dialog!» Ziel sei es, das gegenseitige Verständnis von Gesunden und Kranken zu fördern und der Vereinsamung kranker Menschen entgegenzuwirken.

Das SRK Aargau motivierte am Sonntag zahlreiche Freiwillige dazu, kranken oder verunfallten Personen, aber auch solchen, die aus glücklicheren Umständen in Spitälern und Rehabilitationskliniken des Kantons in den Betten lagen, ein kleines Präsent vorbeizubringen. So kamen auch die strahlenden jungen Eltern des Neugeborenen Jari Victor im Kreisspital für das Freiamt in Muri zu einer leuchtend roten Gerbera.

Dankeschön für die Pflegenden

Selbstverständlich kam auch auf die Etagen und Abteilungen je ein Blümchen für die Pflegenden, die täglich eine hervorragende Leistung an den Patientinnen und Patienten erbringen. Marco Beng, CEO des Kreisspitals Muri, freute sich über die Aktion, hielt aber fest: «Wir haben jeden Tag den ‹Tag des Kranken›». Beng offerierte den SRK-Freiwilligen wie die anderen Institutionen auch gerne einen Apéro.

SRK arbeitet diskret

Das SRK Aargau erfüllt wichtige humanitäre Aufgaben auf kantonaler Ebene. In Form von direkter Hilfe und Bildung trägt es dazu bei, das Leben für viele Menschen im Kanton lebenswerter zu gestalten. Entlastungsangebote (Fahrdienst, Entlastungsdienst für pflegende Angehörige, Kinderbetreuung zu Hause, Notrufsystem, etc.) helfen kranken und behinderten Menschen, ihre Selbstständigkeit trotz gesundheitlicher Einschränkung zu behalten.

In den Bereichen Gesundheit, Soziales und Migration setzen sich rund 50 Mitarbeitende und über 700 Freiwillige im ganzen Kanton dafür ein, Benachteiligte besser in den Alltag zu integrieren.

Das SRK Aargau finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und Mitgliederbeiträge sowie durch Erträge aus Dienstleistungen und Projekten. Unter anderem wird auch «zweimal Weihnachten» von der SRK getragen und organisatorisch durchgeführt - das ist jedes Jahr eine gewaltige Herausforderung.