Muri
100 Millionen Franken für 197 Wohnungen auf dem ehemaligen LUWA-Areal

Feldmann Baumanagement AG und Brun AG realisieren Luwa-Überbauung für die Allianz Suisse AG. Bis Ende 2019 entstehen 197 Wohneinheiten.

Eddy Schambron
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So soll es bis 2019 auf dem Luwa-Areal in Muri aussehen. Die Allianz Suisse Immobilien AG realisiert hier 197 Wohnungen. zvg

So soll es bis 2019 auf dem Luwa-Areal in Muri aussehen. Die Allianz Suisse Immobilien AG realisiert hier 197 Wohnungen. zvg

Allianz Suisse

Auf dem ehemaligen Luwa-Areal in Muri entstehen bis Ende 2019 insgesamt 197 Wohneinheiten. Dafür investiert die Allianz Suisse Immobilien AG rund 100 Mio. Franken. Bei der Überbauung des Areals handelt es sich bislang um das zweitgrösste Bauprojekt der Allianz Suisse, wie sie in einer Mitteilung festhält. Das von der Feldmann Immobilien AG entwickelte Areal wird durch die Arbeitsgemeinschaft Feldmann-Baumanagement AG und Brun AG, Emmenbrücke, realisiert.

Jetzt steht nur noch die alte Halle, alle anderen Luwa-Gebäude sind auf der rund 21 000 Quadratmeter grossen Fläche zurückgebaut worden. Wie schon früher durch die Feldmann Immobilien AG kommuniziert, bleibt diese alte Industriehalle im Zentrum der Überbauung erhalten. Sie soll neu multifunktional als Kultur- und Veranstaltungshalle, Gemeinschaftsraum, Gastronomiebetrieb sowie für Ateliers genutzt werden.

«Attraktive Alternative»

Mit einem Immobilienbestand von rund vier Milliarden Franken zählt die Allianz Suisse Immobilien AG zu den grossen Investorinnen in der Schweiz. Nach dem Erwerb eines Wohnbauprojekts auf dem ehemaligen Sulzer-Areal in Winterthur für rund 135 Mio. Franken folgt nun das Luwa-Areal. «Angesichts der verschärften Zinssituation und den geringen Renditeaussichten an den Kapitalmärkten sind Immobilien für uns – als langfristig orientierte Investorin – eine sehr attraktive Alternative», hält Martin Kaleja, CEO der Allianz Suisse Immobilien AG, fest.

Darüber hinaus verfüge Muri durch seine verkehrstechnische Lage mit den kurzen Distanzen nach Aarau, Luzern, Zug oder Zürich über eine hohe Lebensqualität, die insbesondere für Familien attraktiv sei. «Die Nachfrage nach Wohnungen an zentraler Lage ist gross. Zudem entsteht ein völlig neues Quartier, respektive Zentrum in Muri, das die Moderne architektonisch mit der industriellen Vergangenheit vereint.»

800 Veloplätze

Das Projekt in Muri wird nach neuestem Minergiestandard erstellt und verfügt zur Eigenstromerzeugung über eine Photovoltaik-Anlage. Die Wärmeerzeugung erfolgt durch Holzschnitzel und eine Wärmepumpe, die mit Solarstrom betrieben wird. Darüber hinaus soll das Projekt ein modernes Mobilitätskonzept aufweisen: Den künftigen Mieterinnen und Mietern werden rund 800 Veloplätze zur Verfügung stehen.

Ausbau der Einfahrt

Nichtsdestotrotz wird die Überbauung zusätzliche Ein- und Ausfahrten von der Industriestrasse, jetzt schon rege benutzter Zubringer zur Coop-Tankstelle, in die Kantonsstrasse mit sich bringen. Das ist insofern belastend, als sich schon heute zu den Hauptverkehrszeiten die Autos vom Kreisel Coop-Muripark bis ins Industriequartier stauen.

Damit der Verkehrsfluss auf der Kantonsstrasse durch die Einfahrt Industriestrasse nicht zu stark beeinträchtigt wird, will das Departement Bau, Verkehr und Umwelt den Knoten sowie die Fussgängerquerung ausbauen. Der Knoten erhält breitere Spuren und die Kantonsstrasse Mehrzweckstreifen.

Die Fussgängerquerung auf der Industriestrasse bleibt erhalten, wird aber etwas verlegt. Diejenige auf der Luzernerstrasse erhält eine Insel in der Mitte. Ausgebaut wird auch die Fussgängersicherheit auf der Industriestrasse selbst, welche nicht zuletzt einen wichtigen Fussweg für Schulkinder darstellt.

Schliesslich werden die beiden Haltestelle für den Postautokurs 344, welche täglich 30-mal angefahren werden, verschoben. Die Kosten sind mit rund 260 000 Franken veranschlagt. Nicht in das Projekt einbezogen ist die Einfahrt Kirchenfeldstrasse (Migros) in die Kantonsstrasse.

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