Wohlen

Zweitletzter Schritt zum neuen Friedhofgebäude

So soll der überdachte Eingangsbereich des neuen Wohler Friedhofgebäudes aussehen. (Foto: zvg)

So soll der überdachte Eingangsbereich des neuen Wohler Friedhofgebäudes aussehen. (Foto: zvg)

Einwohnerrat Wohlen genehmigt 4,37 Millionen Franken für den Neubau des Friedhofgebäudes – das Volk entscheidet im kommenden Jahr.

Deutlich hat der Wohler Einwohnerrat gestern Abend dem Neubau des Friedhofgebäudes zugestimmt: 24 Ja gegen 12 Nein lautete das Resultat für den 4,3 Millionen-Kredit. Obwohl mehrere Fraktionen die hohen Kosten kritisierten, stimmte nur die SVP gegen den Kredit aus - scheiterte in der Abstimmung allerdings klar.

Dass dringender Handlungsbedarf besteht, machte Anna Keller (Grüne) klar. «Angehörige müssen gedrängt werden, die Beerdigung rasch anzusetzen, weil die Kühlanlage ungenügend funktioniert», sagte sie.

SP: «Flickwerk seit 20 Jahren»

Corinne Manimanakis (SP) unterstützte sie: «Seit über 20 Jahren ist das Friedhofgebäude ein Flickwerk, die heutigen Zustände sind unwürdig und traurig.» Johannes Siebenmann (EVP) betonte, nur mit einem Neubau liesse sich die Situation wesentlich verbessern.

«Bei einer Sanierung mit Anbau für die Technikräume müsste man so viele Kompromisse eingehen, dass ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis resultiert», sagte er. Hans Hufschmid (CVP) erklärte, Wohlen müsse «mit dem neuen Gebäude endlich die nötige Infrastruktur auf dem Friedhof schaffen», während Andrea Duschén (FDP) sagte, der Bau «wäre vielleicht etwas günstiger zu haben gewesen, am Ende wird aber sowieso das Volk an der Urne entscheiden.»

SVP: «Kein Denkmal setzen»

Edwin Brunner (SVP) übte heftige Kritik am Projekt: «Es scheint, als ob sich jemand ein Denkmal setzen will». Und ergänzte, eine Renovation der Abdankungshalle mit Anbau für die Technikräume hätte gereicht und viel tiefere Kosten verursacht.

Gemeinderat Urs Kuhn räumte die hohen Kosten ein, betonte aber: «Es ist kein überrissener Luxusbau. Wir bekommen etwas, das für ein paar Generationen hält.» Auch Architekt Norbert Truffer versicherte, der Bau werde «solid und widerstandsfähig» und überzeugte die Ratsmehrheit.

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