Muri

Trachtenabend mit einer Spur Rock – Das Publikum war Feuer und Flamme

10 Jahre Trachtetanzlüüt, das war in Muri ein Grund zum Feiern. Neben Trachtengruppen aus der ganzen Schweiz konnte auch der Gewinner des Grand Prix der Volksmusik, Nicolas Senn, im Saal begrüsst werden.

Schon lange vor dem Beginn trafen im Festsaal des Klosters Muri die Trachtengruppen und zahlreiche Volksmusikbegeisterte ein. Alle waren sie bester Laune und freuten sich auf einen «sennisch, gemütlichen Abend» wie das Motto des Anlasses versprach. Präsident Ruedi Halter begrüsste das grosse Publikum und liess dabei keine einzige anwesende Trachtengruppe aus. Die Liste schien nicht mehr aufhören zu wollen und schnell wurde klar, wie viele Volksmusikexperten da im Saal sassen.

Die Kleinsten begeisterten

Die Kindertanzgruppe war das erste Highlight des Abends. Mit ihren «Tänzli» begeisterten die Kleinsten auf der Bühne schon fast wie die Grossen und zeigten, was sie alles gelernt hatten. Danach folgte das Alphornduo Josef Bucher und Vreni Herger, die schon seit Jahren miteinander spielen.

Für das 10-Jahr-Jubiläum hatte sich Vreni Herger mächtig in Schale geworfen. Sie trug ihre schönste St. Galler Tracht. Mucksmäuschenstill lauschten die Zuschauer den schönen, tiefen Klängen des Alphorns. Das Jodelduett des Abends wurde kurzerhand zum Jodelquartett und die vier Frauen sangen mit ihren kräftigen Stimmen Lieder wie «Glücklich si» und verbreiteten mit den fröhlichen Texten heitere Stimmung im Saal.

Nicolas Senn mit Rockmusik

Kurz vor Ende des ersten Programmteils betrat der Stargast des Abends die Bühne. Mit sichtlichem Stolz kündigten die Trachtetanzlüüt Chloschterdorf Muri den Hackbrettkünstler Nicolas Senn, Gewinner des Grand Prix der Volksmusik, an und das Publikum empfing den jungen Appenzeller mit tosendem Applaus und fröhlichem Juchzen. «Ich freue mich ganz besonders, heute Abend hier sein zu dürfen und das sage ich wirklich nicht jedes Mal. Es ist schön, an einem so jungen Jubiläum spielen zu dürfen, das hat man nicht so oft», sagte Senn und gewann mit seinen Worten sofort die Sympathie der Zuschauerinnen und Zuschauer.

Er nahm den Saal mit auf eine kleine musikalische Weltreise und spielte bekannte Melodien wie «Doktor Schiwago» oder «El condor pasa», was das Publikum spontan zum Mitsummen animierte. Nicolas Senn schaffte es sogar, die Volksmusiker im Publikum mit dem Rocksong «Another one bites the dust» von Queen zu begeistern.

Zu guter Letzt spielte er noch seinen Grand Prix-Siegestitel «Feuer und Flamme», den er schon vor einem riesigen Publikum zum Besten gab. «Ich durfte das Lied zuerst vor tausenden von Leuten spielen, damit ich jetzt optimal vorbereitet bin für Muri und auch ja keinen Fehler mehr mache», scherzte Senn. «Feuer und Flamme» wurde auch das ganze Publikum, als der Hackbrettkünstler noch mal sein ganzes Können unter Beweis stellte.

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