Der feuerbrand wurde bisher in 32 Gemeinden entdeckt, vor allem im südlichen Kantonsteil. Trotzdem trat der Feuerbrand auch in diesem Jahr bisher nur in Gebieten auf, wo in früheren Jahren bereits stärkerer Befall festgestellt wurde.

Wirksames Vorgehen gegen Feuerbrandherde

Im nördlichen Teil des Kantons wird jede mit Feuerbrand befallene Pflanze von Gesetzes wegen vernichtet. Es bestätigt sich, dass mit diesem Vorgehen einzelne Feuerbrandherde wirksam getilgt werden können.

Weniger erfreulich zeigt sich das Bild in den südlichen Gebieten des Kantons. Seit den starken Feuerbrandinfektionsjahren2007 und 2008 hat sich das Feuerbrandbakterium in den Bezirken Muri - wo die bisher meisten Rodungen durchgeführt werden mussten -, Zofingen und Kulm eingenistet und führt bei günstigen Infektionsbedingungen immer wieder zu neuem Befall. Im laufenden Jahr mussten bis jetzt 300 Pflanzen und 2'000 m2 Cotoneaster entfernt werden.

Hagel begünstigt Infektionen

Einem Infektionsrisiko sind momentan die Kernobstbäumen, den Weissdorn und die Cotoneasterböschungen. Ebenfalls begünstigen die Hagelschläge in den vergangenen Wochen die Infektionen. In den von Hagel heimgesuchten Gebieten sollten die Pflanzen deshalb in den nächsten Wochen besonders gut beobachtet werden.

Keine Streptomycin im Honig dank tiefem Befallsdruck des Feuerbrandes

Im Kanton Aargau musste nur in 3,7 Prozent der Obstanlagen Streptomycin eingesetzt werden. Im Umfeld der behandelten Obstanlagen wird der Honig auf Rückstände von Streptomycin untersucht. Keine der 17 Honigproben musste beanstandet werden, sodass der Blütenhonig ohne Einschränkung vermarktet werden kann.(dme)