FC Aarau

FCA-Experte Ruedi Kuhn: «Die Fans sind für den FC Aarau enorm wichtig»

FCA-Experte Ruedi Kuhn erwartet in den nächsten Heimspielen ein volles Brügglifeld.

FCA-Experte Ruedi Kuhn erwartet in den nächsten Heimspielen ein volles Brügglifeld.

Sportlich und was die Zuschauerzahlen betrifft, kehrte in den letzten Wochen beim Super-League-Aufsteiger Ernüchterung ein. Vor den nächsten Heimspielen haben wir uns mit einem Experten über die aktuelle Situation des Vereins unterhalten.

Nach verheissungsvollem Start folgte in den vergangenen Wochen die grosse Ernüchterung: Von den zurückliegenden fünf Super-League-Spielen konnte der FC Aarau nur gerade eines gewinnen, vier Mal ging das Team von Trainer René Weiler als Verlierer vom Platz. Vor allem im heimischen Stadion Brügglifeld klappt fast gar nichts mehr. Der 4:2-Sieg gegen Luzern war bislang das einzige Highlight, das der FCA seinen Fans bieten konnte. Tiefpunkt war die 2:3-Heimpleite gegen Tabellenschlusslicht Lausanne. Zurzeit stehen die Aarauer auf dem 9. und vorletzten Rang der Tabelle.

Ernüchterung trat auch ein, was die Zuschauerzahlen betrifft: Kamen gegen Luzern noch über 8000 ins Brügglifeld, so wurden es in den folgenden Heimspielen kontinuierlich weniger. Gegen Lausanne waren es noch gut 3500.

In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wieviel den Aargauern ihr FCA wirklich wert ist. Vier der nächsten fünf Super-League-Spiele finden zuhause statt. Gegen den FC Zürich (20. Oktober), St. Gallen (30. Oktober), Basel (2. November) und die Grasshoppers (24. November). Dazwischen reist Weilers Team nach Bern (24. Oktober). Fünf schwere Brocken, gegen welche die Aarauer jeweils aus Aussenseiter ins Spiel gehen. Dennoch ist die Mannschaft auf Punkte angewiesen, will sie den 6-Punkte-Vorsprung auf Lausanne in die Winterpause retten.

Wir haben uns mit dem FC Aarau-Experten der "Nordwestschweiz" über die aktuelle Situation des Vereins und die nahe Zukunft unterhalten. Ruedi Kuhn begleitet den FCA seit rund 30 Jahren und weiss, was auf den Klub zukommt.

Der FC Aarau ist vielversprechend in die Saison gestartet. In den letzten Wochen aber ging es bergab. Steht der FCA in der Tabelle jetzt dort, wo er hingehört?

Ruedi Kuhn: Ja. Mehr als Rang neun liegt mit dieser Mannschaft nicht drin. Im Vergleich zur letzten Saison in der Challenge League ist das Team in meinen Augen schwächer besetzt.

Inwiefern?

Mit Silvan Widmer wurde der beste Spieler verkauft. Es fehlt zudem nach wie vor ein Stürmer, der regelmässig Tore schiesst. Ohne Davide Callà wäre der FC Aarau ein klarer Abstiegskandidat.

Was trauen Sie der Mannschaft im nächsten Heimspiel gegen den FCZ zu?

Nach drei Heimniederlagen in Folge wäre ein Punktgewinn Gold wert. Der FCZ liegt den Aarauern, zuletzt gab es im Letzigrund einen 2:1-Sieg.

Enttäuschend sind auch die Zuschauerzahlen. Wie stark ist das Team auf seine Fans angewiesen?

Die Anhänger sind enorm wichtig. Um in den Heimspielen bestehen zu können, braucht die Mannschaft einen starken 12. Mann im Rücken.

Was braucht es, damit wieder mehr Zuschauer ins Brügglifeld kommen?

Ein Heimsieg gegen den FC Zürich wäre der ideale Auslöser für die nächsten drei Auftritte im Brügglifeld. Der Anspruch muss sein, dass gegen St. Gallen, Basel und GC das Brügglifeld mit 8000 Zuschauern ausverkauft ist.

Auf welchem Tabellenplatz liegt der FC Aarau nach der Vorrunde?

Rang neun, knapp vor Lausanne.

Und am Ende der Saison?

Rang neun, ebenfalls knapp vor den Waadtländern.

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