Challenge League
FC Aarau schlägt Kriens – dank Torhüter Sascha Studer

Der FC Aarau gewinnt in Kriens 1:0 und schafft den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison – nicht zuletzt dank Torhüter Sascha Studer.

Ruedi Kuhn,
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Sascha Studer hext den FCA zum Sieg

Sascha Studer hext den FCA zum Sieg

Alexander Wagner

Der Aarauer Trainer Ranko Jakovljevic wusste genau, bei wem er sich nach dem Schlusspfiff zu bedanken hatte. Natürlich hat Aarau beim 1:0-Sieg in Kriens vor allem als Kollektiv überzeugt. Natürlich griffen die Mannschaftsteile beim 4-2-3-1-System nahtlos ineinander.

Ein Schwachpunkt war für einmal nicht auszumachen. Einer aber hielt den Sieg in den Händen: Torhüter Sascha Studer. Der 19-jährige Goalie zeigte wie schon bei der Nullnummer gegen Chiasso eine tadellose Leistung und wird mehr und mehr zu einem sicheren Rückhalt.

Studer, das Talent

Mehr noch. Wie Studer nach 53 Minuten einen 18-Meter-Freistoss von Edmond N'Tiamoah wegfaustete und nach 81 Minuten eine Direktabnahme aus kurzer Distanz von Joker Igor Tadic mit Reflex parierte war Extraklasse. Studer ist zweifellos ein Talent. Als Torhüter hat er grosse Qualitäten und steht womöglich vor einer grossen Karriere. Dass er nun plötzlich auch in brenzligen Situationen die Ruhe und Übersicht behält ist neu. Studer blieb während 90 Minuten voll konzentriert und leistete sich keinen Aussetzer.

Studer war im Krienser Kleinfeld also der Mann des Spiels. Er sorgte auch dafür, dass die Aarauer nach verhaltenem Start nicht in Rückstand gerieten. Nach seiner starken Parade gegen Genc Mehmetis „Abstauber" in der 5. Minute bekam der Super-League-Absteiger die Partie in den Griff und hätte bereits in der ersten Halbzeit in Führung gehen können, ja müssen. Shkelzen Gashi beklagte nach einer Viertelstunde einen Pfostenschuss, Patrick Bengondo und nochmals Gashi vergaben in der Folge zwei hochkarätige Möglichkeiten.

Stojkov blieb im Wirrwarr cool

Nach der Pause das gleiche Bild: Der FCA liess Ball und Gegner laufen. Für die Abwehr wurde es nur dann gefährlich, wenn die beiden Aussenverteidiger Loris Benito und André Goncalves in den Zweikämpfen patzten.

Schliesslich sorgte Aco Stojkov mit seinem neunten Saisontreffer für die Entscheidung. Nach einem Freistoss von Sandro Burki kam es im Krienser Strafraum zu einer unübersichtlichen Situation - Stojkov blieb im Wirrwarr cool und schob den Ball aus acht Metern ins Tor.

Die Aarauer führten nach einer Stunde 1:0 und hätten dank Konterchancen einen weiteren Treffer erzielen müssen. Weil es beim knappen Vorsprung blieb und die Krienser gegen Ende der Partie etwas mutiger agierten, musste der Gastklub bis zum Schluss zittern.

Coach Jakovljevic war es am Ende egal. Er nahm die Gratulationen von FCA-Präsident Alfred Schmid gerne entgegen, traf in seiner Analyse den Nagel auf den Kopf und sagte: «Diesen Sieg haben wir uns mit einer starken Defensivleistung und einer tollen Teamleistung verdient.»