Bettwil
Fackelzug: Bettwiler demonstrieren gegen geplante Asylunterkunft

Mit Fackeln bestückt machte sich die Bettwiler Bevölkerung am Samstagabend auf in den Wald. Mit dieser vom Komitee Probettwil organisierten Protestaktion will die Gemeinde erneut zeigen, dass sie keine Unterkunft mit bis zu 100 Asylsuchenden will.

Adrian Hunziker
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Gegen 200 Personen versammelten sich am Samstag um 17.30 Uhr in Bettwil bei der Bushaltestelle. «Wir laufen nun gemeinsam in den Wald, wo die Justitia bereits wartet», richtete Roger Burri, Sprecher des Komitees Probettwil, das Wort an die Anwesenden.

 Im Dorf besammeln sich die Protestierenden. (Bilder: Adrian Hunziker)
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 Die etwa 200 Personen machen sich auf den Weg in den Wald
 Die Plakate sind noch immer da
 Die Autos haben es schwer, am Umzug vorbeizukommen
 Kein Hund zu klein, ein Protestierender zu sein
 Voraus fährt ein Traktor
 Vor dem Militärgelände wartet schon Justitia
 Auch für Speis und Trank ist gesorgt
 Eine Blaskapelle sorgt für Stimmung
 Gemeindeammann Wolfgang Schibler hält neben Justitia eine Rede

Im Dorf besammeln sich die Protestierenden. (Bilder: Adrian Hunziker)

Die Bettwiler Bevölkerung und noch einige Sympathisantinnen und Sympathisanten machten sich also bei Regen und Wind auf den Weg, gerüstet mit Fackeln und Transparenten. Entgegenkommende Autos hatten einige Mühe, am Umzug vorbeizukommen.

Musik, Speis und Trank

Oben angekommen wartete wirklich bereits Justitia - und ein Speisewagen. Für gute Stimmung sorgte eine kleine Blaskapelle. Und zu guter letzt meldete sich der Bettwiler Gemeindeammann Wolfgang Schibler mit einer kurzen Rede zu Wort. Dabei machte er den Einwohnern Bettwils nochmals Mut und meinte, man sei auf gutem Wege.

Burri war vom Aufmarsch hell begeistert: «Dass bei diesen garstigen Bedingungen so viele Menschen mit uns mitmarschiert sind, ist doch ein gutes Zeichen.»