Möhlin
«Facebook-Mörder»: «Er möchte im Gefängnis sterben»

Milderes Strafmass wider Willen? Vor dem Bezirksgericht Rheinfelden wird ein Portugiese verteidigt, der dies eigentlich gar nicht will.

Peter Brühwiler
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Tötungsdelikt in Möhlin
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Tötungsdelikt in Möhlin: In diesem Mehrfamilienhaus wurde die tote Frau gefunden, nachdem ihr Mann bei der Polizei aufgekreuzt war.
Der Leichenwagen holt die Leiche der Frau ab.

Tötungsdelikt in Möhlin

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Am ersten Prozesstag hatte der in Rheinfelden des Mordes angeklagte 45-jährige Portugiese eisern geschwiegen. Und auch am Donnerstag blieb es dabei: Kein Wort der Erklärung oder der Reue kam über die Lippen des Mannes, der am Pfingstmontag 2013 die von ihm getrennt lebende Ehefrau in Möhlin brutal umgebracht hatte, indem er ihren Kopf wiederholt gegen die Wand und den Fussboden schlug.
Die Erklärung dafür lieferte der Pflichtverteidiger gleich zu Beginn seines Plädoyers: Der Beschuldigte wolle sich dem Gericht in einem äusserst negativen Licht darstellen. Dieses Verhalten sei auf den pathologischen Wunsch zurückzuführen, möglichst lange in der Strafanstalt bleiben zu können und dort sterben zu dürfen. Laut einem psychiatrischen Gutachten litt der Mann zum Tatzeitpunkt und auch heute noch an verschiedenen psychischen Störungen.