Aarburg

Facebook-Aktion: Nachbarn organisieren Protestgrillieren gegen Asylsuchende

Felix Grendelmeier bekommt hier bald 90 neue Nachbarn, das passt ihm gar nicht.

«Ich erwarte, dass Regierungsrätin Susanne Hochuli persönlich nach Aarburg kommt», sagt Gemeindeammann Hans-Ulrich Schär (links).

Felix Grendelmeier bekommt hier bald 90 neue Nachbarn, das passt ihm gar nicht.

Grillieren gegen 90 Asylsuchende: Das haben Bewohner in Aarburg vor, die ab Mai eine Asylunterkunft in der Nachbarschaft erhalten und diese als Belastung sehen. Organisiert haben sie sich via Facebook: Aktuell hat die Gruppe schon 700 Mitglieder.

«Ich sehe nicht schwarz. Ich sehe rabenschwarz», sagt Felix Grendelmeier, der neben der neuen Asylunterkunft in Aarburg wohnt. Er sei sonst nicht politisch aktiv, «aber als ich gehört habe, dass der Kanton ab Mai 90 Asylsuchende an der Lindengutstrasse unterbringen wird, sah ich mich zum Handeln gezwungen.»

So initiierte er die Facebookgruppe «Nein! zum Asylheim an der Lindengutstrasse in Aarburg». Diese hatte am Mittwochabend bereits gegen 700 Mitglieder.

Am Donnerstagabend um 17.30 Uhr findet ein Protestgrillieren hinter der künftigen Unterkunft statt. Es solle ein friedlicher Anlass werden - wie es in Aarburg normalerweise zu und her gehe.

«Wir wollen ein Zeichen setzen und zum Ausdruck bringen, dass wir mit der neuen Unterkunft nicht einverstanden sind», sagt Grendelmeier. Eigentlich habe er nach der Renovation der Häuser auf gute Steuerzahler als neue Nachbarn gehofft.

Mit Protest-Bratwürsten gegen Asylsuchende in Aarburg

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