Wetter

«Es fehlen immer noch rund 40 Prozent Niederschlag»

Dank der Niederschläge der vergangenen Tage führen die Flüsse Aare, Reuss und Limmat nun auch mehr Wasser als damals.

Trockenheit an Ostern 2011 in Gebenstorf

Dank der Niederschläge der vergangenen Tage führen die Flüsse Aare, Reuss und Limmat nun auch mehr Wasser als damals.

Mit den Niederschlägen der letzten Tage ist die Trockenheit noch längst nicht ausgestanden. Die kantonalen Ämter bestätigen zwar eine Entspannung, doch diese ist nur für wenige Tage.

Die Regenmengen der vergangenen Tage sind beachtlich. Nach den Gewitterzügen fielen in der Nacht auf heute verbreitet noch einmal grössere Regenmengen. Meteonews bestätigt, dass sowohl in Buchs-Aarau wie auch in Leibstadt noch einmal mehr als 50 Liter pro Quadratmeter niedergegangen sind.

Die Menge nähert sich dem längjährigen Schnitt

So fielen in 14 Julitagen schon 82 Prozent des Juli-Niederschlages bei der Wetterstation Buchs-Aarau. In Binningen BL ist sind es sogar 90 Prozent. Auf dem Flughafen in Zürich wurde aufgrund der riesigen Regenmenge vom Mittwochmorgen das Julisoll bereits überboten.

Entspannung aber keine Entwarnung

Dies hat auch Auswirkungen auf die Trockenheit der vergangenen Monate. «Es gibt eine Entspannung der Wasserstände unserer Bäche und Flüsse», bestätigt Gabriela Friedel vom Amt für Umwelt in Solothurn. Obwohl der erste Regen sehr intensiv war und so sehr viel Wasser oberflächlich abfloss, wurde der Boden doch angefeuchtet. Der Regen in der Nacht auf heute gingen so direkt in den Boden und liessen die Lage entspannen.

Für eine Entwarnung ist es aber definitiv zu früh. «Die Regenmengen reichen nur für ungefähr eine Woche», sagt Friedel. «Zwischen Grenchen und Solothurn fehlen noch immer rund 40 Prozent des Gesamtniederschlags.» Drinnen im Boden ist somit die Erde immer noch viel zu trocken.

Entlastung für grosse Gewässer

Ins gleiche Horn bläst auch Urs Egloff, Projektleiter der Abteilung Landschaft und Gewässer des Kanton Aargau. «Die Lage hat sich nur vorübergehend entspannt.» Wie lange die Lage bei den Kleingewässern anhält, sei schwer zu beurteilen. Es fehle allgemein noch an Niederschlag.

Die Flüsse könnten trotzdem bald eine Entlastung erfahren. Der Hallwilersee stieg in den vergangenen Stunden um 4 Zentimeter an, der Vierwaldstättersee sogar um deren 17. «Dies hat einen Einfluss auf die Flüsse, da die Behörden die Seen entlasten und Wasser ablassen werden», so Egloff.  (san)

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