Lehrerlöhne

Es bleibt dabei: Aargauer Lehrer erhalten mehr Lohn

Ein Lehrer vor einer Schulklasse  (Archiv, Symbolbild)

Ein Lehrer vor einer Schulklasse (Archiv, Symbolbild)

Der Aargau will seine Lehrpersonen mit insgesamt 47,5 Millionen Franken pro Jahr höher entschädigen. Nach der Vernehmlassung einer Teilrevision des Lohndekrets hält die Regierung an diesen Eckdaten fest. Einzelne Punkte sollen aber ändern.

So soll das Pensum von Primarschullehrern um eine auf 28 Wochenlektionen reduziert werden, wie das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) am Freitag mitteilte. Heilpädagogen, die auf Sekundarstufe unterrichten, sollen auch den Lohn dieser Stufe erhalten.

Zudem mildert die Regierung die Einbussen des neuen Lohnsystems für Mittelschullehrer. Diese sollten ursprünglich 0,8 Prozent weniger Lebenslohn erhalten. Neu soll der Rückgang nur noch 0,2 Prozent betragen.

Unverändert bleibt hingegen, dass Kindergartenlehrpersonen nicht auf derselben Höhe wie Primarlehrpersonen eingestuft werden. Dies würde das Kostendach von 47,5 Millionen Franken um 10,7 Millionen Franken übertreffen, wie es in der Botschaft heisst.

Entlastung Klassenlehrpersonen ein Jahr später

Neben höheren Löhnen sollen Klassenlehrpersonen entlastet werden. Sie sollen künftig eine Lektion weniger pro Woche unterrichten müssen. Diese Entlastung schafft rund 110 neue Vollzeitstellen im Aargau, für die wiederum Lehrpersonen gefunden werden müssen.

Um den Schulen dafür Zeit zu geben, folgt die Entlastung der Klassenlehrpersonen erst auf das Schuljahr 2012/2013. Bereits nach den Sommerferien gilt jedoch, dass Lektionen am Vor- und Nachmittag einheitlich 45 Minuten dauern.

Der Grosse Rat soll im Mai über die Teilrevision des Lohndekrets Lehrpersonen (LDLP) und der Verordnung über die Anstellung und Löhne der Lehrpersonen (VALL) beraten. Der Regierungsrat will die Neuerungen danach umgehend in Kraft setzen.

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