Spiel
Erlinsbacher lanciert eine Quartett über den Kanton Aargau

Der Erlinsbacher Pascal Faessli hat ein Quartett über den Aargau produziert – in seiner Freizeit und aus Begeisterung. Die Aarauer Halde, Badener Holzbrücke und andere Aargauer Orschaften sind Teil des neuen Spiels.

Sabine Kuster
Drucken
Aaraguer Quartett

Aaraguer Quartett

Solothurner Zeitung

Eigentlich sind Zahlen Pascal Faesslis Geschäft: Der Erlinsbacher arbeitet bei der Aargauer Kantonalbank. Doch seine Leidenschaft sind die Schachteln und Dosen, welche sich in seiner Garage stapeln. Hier lagert, was aus einer Idee vor fünf Jahren entstanden ist: RegioMemo. Ursprünglich hatte der Hobby-Fotograf einfach nach einer attraktiveren Verwendung seiner vielen Fotos gesucht. Mit seinen Bildern bloss den Computerspeicher zu füllen, fand Faessli schade.

So stellte er ein Memory-Spiel mit Sujets von Aarau zusammen und suchte eine Druckerei, die bereit war, in kleiner Auflage das Spiel herzustellen, welches er RegioMemo taufte. Seit zwei Wochen ist der Name sogar geschützt.

Bisher 2000 RegioMemos verkauft

Während der letzten Jahre entstanden weitere Memorys zu Baden, Brugg-Windisch, Olten, Zofingen – und Thun. Dies aufgrund einer Anfrage eines Thuner Spielgeschäftes. In der Regel aber war es nicht einfach, die Spielläden oder Buchhandlungen davon zu überzeugen, sein Spiel ins Sortiment aufzunehmen. «Wenn ein Privater mit einem Produkt aufkreuzt, wird man zuerst oft belächelt», sagt Faessli. Erst wenn die Verantwortlichen das professionelle Design sehen, lassen sie sich überzeugen. Wobei: Professionell ist das Design eigentlich nicht. Faessli hat alles selbst gestaltet – anfänglich stellte er sogar die Spiele mit den Karten in einer Dose, Aufkleber und Spielanleitung selbst zusammen.

Rund 2000 RegioMemos hat er bisher verkauft, sie decken knapp die Druckkosten. «Ich freue mich noch immer über jede einzelne Bestellung», sagt er, «auch wenn ich mit jedem Paket extra zur Post gehen muss.»

Jetzt geht es erst richtig los

Doch Faessli gibt nicht auf – im Gegenteil, jetzt geht es erst richtig los: Nach einem Jahr Arbeit ist ein Quartett mit den Aargauer Gemeinden fertig. Das Kantons-Quartett bestellen nun auch die Schulen, die Kinder üben damit die Bezirke im Kanton. Weil zu einem Quartett immer vier Elemente gehören, muss er nebst dem Bezirkshauptort, der grössten und kleinsten Gemeinde jeweils noch eine weitere wählen. Logisch, dass das im Bezirk Aarau seine Heimatgemeinde Erlinsbach ist und im Bezirk Brugg die Gemeinde Habsburg, wo er zur Welt kam.

Für die Fotos ist er kreuz und quer durch den Kanton zu den 220 Gemeinden gefahren. «Ich habe darauf geachtet, dass ich nicht immer nur Kirchtürme fotografiere.» Dafür gibt es auffallend viele ländliche Sujets mit Kühen und Wiesen – typisch für den Aargau. Die Bilder aktualisiert er für jede neue Auflage: Inzwischen gehört im Aarauer Memory auch die grosse Bahnhofuhr dazu.

«Die Spiele sind ein guter Ausgleich zu meiner Arbeit», findet Pascal Faessli, dort sei das Resultat abends nicht immer unmittelbar sichtbar und schon gar nicht greifbar. Und doch: Zahlen faszinieren ihn auch bei den Spielen. Die flächenmässig grösste Aargauer Gemeinde (Sins), die Gemeinde, welche Aarau am nächsten liegt (Suhr) ... er weiss die Facts auswendig.

Aktuelle Nachrichten