Es waren Bilder, die die Welt bewegt haben, als am 12. Januar 2010 ein Erdbeben mit der Stärke 7,0 auf der Richterskala das Land Haiti erschütterte. Das Erdbeben forderte laut der haitianischen Regierung 316000 Menschenleben und 300000 Verletzte. Von den rund drei Millionen betroffenen Menschen sind die Hälfte Kinder. 4228 Schulen wurden zerstört. Dies schreibt das Kinderhilfswerk Unicef.

Peter Löhmann – Moderator der Sendung «Visite» auf Tele M1 – versucht mit seinem Kinderhilfswerk «Mit lachen helfen» Kindern in Not ein Lachen aufs Gesicht zu zaubern. So bringt er mit Zauberkunststücken und Comedy Kinder in China, Jordanien oder in der Schweiz zum Lachen.

Er schenkt ihnen auf diese Weise einen Augenblick der Zufriedenheit, frei von allen Sorgen. «Die Kinder gucken mich an und nach zwei Minuten habe ich sie – sie lachen und haben Freude», erklärt Peter Löhmann.

Auch den Kindern im haitianischen Deschapelles will er helfen. Das Dorf liegt im Artibonite-Tal, rund 70 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Port-au-Prince.

Vor einigen Wochen hatte Löhmann zum ersten Mal seine 158 Kinder, die er unterstützt, besucht. Zusammen mit einem Kameramann von Tele M1. Es sei spannend und traurig zugleich gewesen. «Es ist schön, wenn die Kinder lachen, aber man sieht die Traurigkeit in ihren Augen», sagt Löhmann.

Diesen Kindern möchte Löhmann das Schulgeld, die Nahrung und die Schuluniformen bezahlen. Denn die Klassen werden mit zunehmendem Alter der Kinder immer kleiner.

Einerseits, weil die Kinder arbeiten gehen müssen, andererseits, weil das Geld für die Schule nicht vorhanden ist. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Das Wichtigste sei nun, sanitäre Anlagen einzurichten – bis jetzt gibt es weder Toilette noch Wasserhahn. Zudem braucht es einen Trinkwasserbrunnen und eine Küche. Dazu will Löhmann einen Kinderhort bauen.

Ursprünglich war geplant, diese Projekte in fünf Jahren zu realisieren. Doch Löhmann weiss jetzt schon: «Ich will das für immer weiterführen.» Jedes Jahr will er einmal nach Haiti gehen und nach seinen Kindern schauen.

Und was sind seine wichtigsten Erkenntnisse? «Mit wenig kann man viel erreichen», sagt er. Es sei am besten, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Den Einwohnern zu zeigen, wie etwas geht, damit sie es später alleine durchführen können.

Beim Besuch in Haiti haben sich Bilder in Löhmanns Gedächtnis verankert. Das Bild von einem sieben Monate alten Kind, das gerade mal 2,1 Kilogramm wog. Oder das Bild von einem Raum, acht Quadratmeter gross, den sich sieben Menschen teilen und in dem sie nur abwechselnd schlafen können.