Baugesuch
Ein katholischer Orden aus dem Jahr 1732 baut Alterswohnungen und ein Café in Baden

An der Bruggerstrasse 143 sollen zwei Neubauten mit 42 Senioren-Appartements entstehen. Bauherr ist das Hilfswerk Sankt Klemens, hinter dem der römisch-katholische Orden der Redemptoristen steht. Neben den Seniorenwohnungen wird es ein Café und einen öffentlichen Garten geben.

Zara Zatti
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So soll das kirchlich/weltliche Zentrum dereinst aussehen. (Visualisierung)

So soll das kirchlich/weltliche Zentrum dereinst aussehen. (Visualisierung)

Meier Leder Architekten BSA

Von der Strasse aus ist vor allem die barocke Kapelle Mariawil aus dem Jahr 1662 sichtbar. Etwas versteckt hinter Bäumen steht an der Bruggerstrasse 143, wenige Meter vom Denner entfernt, aber auch noch ein Haus aus dem Jahr 1923. Das Haus gehört zum Inventar der Stadt Baden, doch die wenigsten wissen wohl, was sich darin befindet. Es ist ein Priesterheim für die Ordensbrüder der Redemptoristen.

Redemptoristen sind Angehörige der römisch-katholischen Ordensgemeinschaft der «Kongregation des Heiligsten Erlösers». Entstanden ist der Orden im Jahr 1732 in Italien. Im Jahr 2005 wurden die Redemptoristen Sankt Clemens gegründet, welche in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und der Schweiz vertreten sind. Der Hauptsitz der Redemptoristen in der Schweiz befindet sich an der Bruggerstrasse in Baden. Daneben gibt es noch Niederlassungen in Kreuzlingen und in Matran im Kanton Fribourg.

Das Café wird für alle zugänglich sein

Der Redemptoristen Orden in Baden, der auch unter dem Namen Hilfswerk St.Klemens geführt wird, will nun neben dem Priesterheim Alterswohnungen bauen. Entstehen sollen zwei neue Wohnhäuser mit insgesamt 42 Appartements für Senioren. Generalmieter der Neubauten wird die Reliva AG aus Zürich sein. Diese betreibt auch das Pflegeheim Vivale in Kirchdorf.

Neben den Wohnungen entstehen eine Tiefgarage und ein Café. Letzteres wird durch das Pflegeheim Vivale Kirchdorf betrieben und steht neben den Bewohnern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Es soll ein offenes kirchlich/weltliches Zentrum entstehen

Zusammen mit der Erstellung der Neubauten wird das Priesterhaus kernsaniert. Künftig will die römisch-katholische Kirchgemeinde Baden-Ennetbaden, der auch die Kappelle Mariawil gehört, die Räume im umgebauten Priesterheim für ihr kirchliches Angebot mieten. Der Garten der Redemptoristen, der bisher privat genutzt wurde, wird nach dem Umbau für alle zugänglich sein. «Auf dem bisher eher verschlossenen Gelände entsteht so ein sich öffnendes kirchlich/weltliches Zentrum», schreibt Markus Dreiner, Bauherr und Geschäftsführer des Hilfswerks Sankt Klemens.

So sieht das Priesterheim der Redemptoristen aktuell noch aus.

So sieht das Priesterheim der Redemptoristen aktuell noch aus.

Colin Frei

Die Anlagekosten für das gesamte Projekt betragen 22 Millionen Franken. Planerisch für das Projekt verantwortlich ist das Architekturbüro «Meier Leder BSA» aus Baden. Der Baustart ist auf den Februar 2022 geplant, bezugsfertig sollen die Wohnungen Ende 2023, Anfang 2024 sein.