Wahlen 2011

Egerszegi: «Ich muss einfach noch einen Zacken zulegen»

Christine Egerszegi hofft, dass es die Managed-Care-Vorlage schafft.

Christine Egerszegi hofft, dass es die Managed-Care-Vorlage schafft.

Würden die Aargauer Ständeräte heute gewählt, dann wäre die bisherige Christine Egerszegi (FDP) wiedergewählt. Ihr Vorsprung auf Ueli Giezendanner (SVP) schmilzt aber rasant, wie die neueste Umfrage zeigt. Was die FDP-Frau nun unternehmen will.

Christine Egerszegi, Sie haben zwischen der ersten Umfrage im Juni und der neuen am stärksten verloren. Was ist Ihre Reaktion?
Christine Egerszegi:
Das überrascht mich wirklich und bereitet mir Sorgen. Jeden Tag bin ich unterwegs und auch während der Session in Bern jeden Abend in den Aargau gekommen.

Haben Sie sich bei Lieni Füglistaller schon bedankt, weil er Ulrich Giezendanner wichtige Stimmen wegnehmen könnte? Mit beiden Zahlen zusammen wäre Giezendanner gleichauf mit Ihnen.
Auf einem Podium bin ich gefragt worden, ob ich ihn dafür schon zu einem Nachtessen eingeladen hätte. Das hat nicht stattgefunden, aber ich bin ihm dankbar, weil er die Musik-Initiative unterstützt hat.

Welche Schlüsse ziehen Sie aus der jüngsten Umfrage?
Dass ich einfach noch einen Zacken zulegen muss in den nächsten Wochen bis zum Wahlsonntag. Es wird neue Plakate geben, damit wir im Gespräch bleiben.

Wird Ihnen der Bisherigen-Bonus viel helfen, Sie können ja als Einzige der elf Kandidierenden davon profitieren?
Das darf man nicht überbewerten, es ist unklar, wie stark die Wählerinnen und Wähler das honorieren werden.

Gemäss der Umfrage sieht die Prognose für die Freisinnigen niederschmetternd aus, die FDP droht auf unter 10 Prozent zu sinken. Färbt dieser Niedergang auch auf Ihr Resultat ab?
Das hat ganz sicher einen Einfluss auf meine Wahlaussichten, wenn es der Partei so schlecht geht.

Fürchten Sie sich vor einem allfälligen zweiten Wahlgang?
Es ist natürlich allen lieber, wenn am Wahlsonntag vom 23. Oktober klare Ergebnisse vorliegen. Aber bei derart vielen Kandidierenden ist ein zweiter Wahlgang nicht auszuschliessen.

Ist es ein Nachteil, dass jetzt zwei Frauen die Spitzenränge für die Ständeratswahlen belegen?
Ich hoffe wirklich, das sei kein Nachteil. Die Wählerinnen und Wähler sollten die Person anschauen, unabhängig von Mann oder Frau. Das wäre ein Fortschritt. (Lü.)

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