Drohnenflüge
Immer mehr Aargauer Gemeinden verlangen Bewilligung für Drohnenflüge – warum das die SBB vor ein Problem stellt

Drohnen sind für die SBB ein wichtiges Hilfsmittel zur Überwachung ihres Streckennetzes. Die unterschiedlichen Regelungen je nach Gemeinde bringen aber Probleme mit sich.

Merken
Drucken
Teilen
Die SBB setzen Drohnen ein, um Gefahrengebiete zu überwachen.

Die SBB setzen Drohnen ein, um Gefahrengebiete zu überwachen.

Stefan Kaiser / Zuger Zeitung

3000 professionelle Drohnenflüge macht die SBB pro Jahr, wie das SRF Regionaljournal berichtet. Dies um Brücken und Gleisanlagen sowie die Vegetation entlang der Schienenführung zu kontrollieren. So werden beispielsweise rutschende Hänge und morsche Bäume, die für Züge zur Gefahr werden und das Streckennetz behindern könnten, ausfindig gemacht. Die Drohne ist für die SBB mittlerweile ein nicht wegzudenkendes Hilfsmittel.

In vielen Aargauer und Solothurner Gemeinden darf über bewohntem Gebiet aber nur noch mit Bewilligung geflogen werden. Im Oberen Fricktal zum Beispiel steht es in 21 Gemeinden im Polizeigesetz, dass Drohnenfliegen eine Bewilligung braucht. Das Durcheinander mit den verschiedenen Regelungen der Gemeinden macht es für die SBB schwierig. Sie will die Regeln der Gemeinden nicht mehr beachten.

Weniger eng sieht es der Polizeichef des Oberen Fricktal, Werner Bertschi. Im Oberen Fricktal könne die SBB ohne Probleme mit der Drohne ihre Gleise kontrollieren. Die Gleisanlagen seien Areal der SBB, deshalb sei das unproblematisch. Es sei so, wie wenn jemand über seinem eigenen Privatgrundstück mit der Drohne fliegt, was erlaubt sei.