Bern/Solothurn/Aargau
Drei SP-Kantonalparteien fordern Ausstieg aus der Atomenergie

Die bestehenden Atomkraftwerke sollen schnellstmöglichst ausser Betrieb genommen werden, fordern die SP-Parteipräsidien der drei AKW- Standortkantone Bern, Solothurn und Aargau. Sie gelangen ausserdem mit mehreren Vorstössen vors Parlament.

Merken
Drucken
Teilen
Dampfsäule des AKW Gösgen steigt über Obergösgen auf

Dampfsäule des AKW Gösgen steigt über Obergösgen auf

Keystone

Nach den Vorfällen in Japan müssten auch die Standortkantone der Schweizer AKW die Konsequenzen für ihre Sicherheit ziehen. Die drei Kantonsregierungen Bern, Solothurn und Aargau wollen deshalb in den nächten Parlamentssitzungen Vorstösse einreichen, um offene Fragen zur Erdbeben- und Hochwassersicherheit der Kernkraftwerke zu klären. Dies schreiben die drei SP-Präsidien in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die Parteien fordern in einer Standesinitiative den Ausstieg aus der Atomenergie und den Verzicht auf den Bau neuer Atomkraftwerke. Ausserdem sollen sämtliche Möglichkeiten zur nachhaltigen, erneuerbaren Energiegewinnung und zur Erhöhung der Energieeffizienz genutzt werden.

Die bestehenden Atomkraftwerke sollen schnellstmöglich ausser Betrieb genommen werden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Nicht länger tabuisieren

Die Risiken im Betrieb der Kernkraftwerke sowie die Unklarheiten bei der Endlagerung des Atommülls sollten «nicht länger tabuisiert und kleingeredet werden».

Die Kantonalparteien Bern, Solothurn und Aargau begrüssen den Entscheid des Bundes, die Planungsarbeiten für weitere Atomkraftwerke vorderhand zu stoppen.