Seon

Die vernachlässigte Untere Mühle wurde renoviert und wachgeküsst

Gemeindeammann Heinz Bürki hat dem Mühle-Besitzerpaar Bernadette und André Zemp eine Seoner Wappenscheibe überreicht. tf

Gemeindeammann Heinz Bürki hat dem Mühle-Besitzerpaar Bernadette und André Zemp eine Seoner Wappenscheibe überreicht. tf

Seon Mit einem mehrtägigen Dorffest wurde die lange leerstehende Untere Mühle nach der aufwändigen Renovation eingeweiht.

Das Dornröschenschloss-Dasein hat ein Ende. Die unter kantonalem Denkmalschutz stehende Untere Mühle wurde durch das neue Besitzerpaar Bernadette und André Zemp nach mehreren Jahrzehnten totaler Vernachlässigung wachgeküsst.

Übers Wochenende wurde das umfassend renovierte und ergänzte Ensemble der Bevölkerung zugänglich gemacht. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, die Innenräume der bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden Mühle nochmals zu besichtigen.

Einweihung der Unteren Mühle in Seon - Musikeinlage mit Harfe und Floete

Einweihung der Unteren Mühle in Seon - Musikeinlage mit Harfe und Floete

Während in den Obergeschossen von einem Notariatsbüro gemietete Büroräume und exklusive Wohnungen entstanden, steht das Erdgeschoss der Allgemeinheit zur Verfügung: Der Mühlesaal kann für Anlässe ebenso gemietet werden wie die Mühleinsel oder der kleinere Gewölbekeller.

Im Mühlesaal fand die offizielle Einweihung statt. Bernadette und André Zemp schilderten einleitend im Gespräch mit Moderator Michael Sokoll wie sie vor rund sechs Jahren die Ruine entdeckt und sich in sie verliebt hatten. Anders als bei andern Paaren sah hier der Mann – leicht romantisierend – das Potenzial der brach liegenden historischen Liegenschaft, während seine Ehefrau schon früh den Riesenaufwand der anstehenden Restaurierung sah.

«Glücksfall für Gemeinde»

Trotz den Bedenken wurde die Aufgabe angepackt. Alleine die selbst ausgeführte Räumung von Altlasten füllte 22 grosse Mulden. Mit einem spezialisierten Architekturbüro und in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege wurde danach das Projekt umgesetzt. Architekt Hans Peter Leibundgut wie auch Denkmalpfleger Jonas Kallenbach zeigten sich stolz über das vollendete Werk.

Strahlen tat auch Gemeindeammann Heinz Bürki, der von einem «echten Glücksfall für die Gemeinde» sprach: «Die Untere Mühle war auf dem Weg, zu einem Schandfleck für die Gemeinde zu werden, nun trägt sie zur Steigerung der Standortattraktivität bei.»

«Nun geht es darum, die Mühle mit Leben zu füllen», so Andre Zemp in seinem Schlusswort: «Darauf freuen wir uns.»

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