Zofingen

Die StWZ Energie AG positioniert sich im lokal-regionalen Markt

Paul Marbach (l) und Hans-Ruedi Hottiger: «Die StWZ soll weiterhin eine zuverlässige Partnerin sein»

Paul Marbach (l) und Hans-Ruedi Hottiger: «Die StWZ soll weiterhin eine zuverlässige Partnerin sein»

Die StWZ Energie AG reagiert auf die veränderte Marktsituation im Energiebereich und ergreift Massnahmen. Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger und Paul Marbach, Geschäftsführer der StWZ blicken dabei positiv in die Zukunft.

Seit der Energiekonzern BKW vor dem Bundesgericht gewonnen hat – die Betriebsbewilligung für das Atomkraftwerk Mühleberg wird nicht befristet –, bekam die Schweizer Energiediskussion eine zusätzliche, bedeutende Komponente. Zum Schweizer Energie-Räderwerk gehört auch die Zofinger StWZ Energie AG, die lokal-regionale Energieversorgerin mit Elektrizität, Erdgas, Fernwärme und Wasser.

Diese Zeitung unterhielt sich mit Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger, dem StWZ-Verwaltungsratspräsidenten, und mit Paul Marbach, dem Direktor der StWZ, über die Grundsatzfrage, wo man sich zurzeit einordne.

StWZ vor einem Meilenstein

Dazu betonen beide: «Wir sind Realisten und keine Utopisten und wollen, dass die StWZ auch in Zukunft als solide und verlässliche Energiepartnerin in der Stadt und in der Region Zofingen aktiv sein kann. Zweifellos steht die Energieversorgung der Schweiz und damit verbunden auch diejenige der StWZ vor bedeutenden Meilensteinen.»

Erfolgreich abgeschlossen

Im vergangenen Jahr habe sich die Marktsituation deutlich verändert, unterstreichen Hottiger und Marbach. Die schlechte Wirtschaftslage in Europa mit einer reduzierten Energienachfrage sowie der Strom aus erneuerbarer Energie, der unabhängig von der Nachfrageentwicklung ins europäische Netz eingespeist und subventioniert werde, habe die Preise auf dem europäischen Markt stark gedrückt.

Die Marktpreise sanken unter die Stromgestehungskosten. Damit entstand eine Marktsituation, in welcher die Grosskunden Angebote für Stromlieferungen ab 2013 fanden, die gleich oder besser als die bisherigen Grundversorgungs-Angebote ihrer Lieferanten waren, geben VR-Präsident Hottiger und Direktor Marbach zu bedenken.Die StWZ habe für Grosskunden, die sich für den freien Marktzugang entschieden haben, Marktangebote offeriert und erfolgreich abgeschlossen.

Realistisch denken und handeln

Die Energieversorgung der Schweiz und damit verbunden auch die StWZ würden vor bedeutenden Meilensteinen stehen. Nach dem «historischen Entscheid» im Mai 2011 von Bundesrat und Parlament, aus der Atomkraft auszusteigen, galt es im Jahr 2012 den Weg für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 freizumachen. Zusätzlich sei die Zofinger Energiedienstleisterin bestrebt, sich im Markt dienstleistungsorientiert sowie effizient zu positionieren und sich damit für eine erfolgreiche Zukunft zu rüsten.

Dabei gelte es, den Kopf bei der sogenannten Energiewende nicht zu verlieren, sondern realistisch zu denken und auch entsprechend zu handeln. Hans-Ruedi Hottiger und Paul Marbach gehen die Sache pragmatisch an: «Es gilt, bei der sogenannten Energiewende den Kopf nicht zu verlieren, sondern realistisch zu denken und auch zu handeln.»

Regionale Projekte

Die StWZ setze ihre Strategie mit wirkungsvollen und vor allem auch realisierbaren Massnahmen in diversen lokal-regionalen Projekten um, wie zum Beispiel dem Aufbau der Fernwärmeversorgung in Zofingen, dem Bezug von Strom aus der KVA, dem Bau einer Biogasanlage oder mit dem Einsatz von LED-Technologie für die öffentliche Beleuchtung.

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