Die Luft im Raum Aargau und Zentralschweiz war im vergangenen Jahr nirgends gänzlich unbelastet. Dies zeigen die Messungen der Luftqualität im 2010, welche die Zentralschweizer Umweltdirektionen (ZUDK) am Donnerstag vor dem Medien in Luzern präsentierten.

In der Nähe vielbefahrener Strassen und in grossen, dicht besiedelten Agglomerationen war die Luft sogar erheblich mit Schadstoffen befrachtet. In den meisten übrigen Gebieten war die Belastung mässig.

Grenzwerte nicht eingehalten

In höheren Lagen spielen Feinstaub und Stickoxide als Luftschadstoffe nur eine untergeordnete Rolle. Die gesetzlichen Grenzwerte konnten jedoch wegen der hohen Ozonbelastung nicht vollständig eingehalten werden.

Nach wie vor sei die Ozonbelastung im Sommer und die Feinstaubbelastung im Winter ein grossflächiges, lufthygienisches Problem, sagte Rainer Kistler, Sekretär der Zentralschweizer Umweltdirektoren. Dazu habe Feinstaub auch die grössten negativen Auswirkungen auf die Gesundheit.

Gegen Luftverschmutzung vorgehen

Die ZUDK betonte, dass es sich lohne, weiterhin gegen die übermässige Luftbelastung zu vorzugehen. Strenge Abgasgrenzwerte für Fahrzeuge und Vorgabe zur Beschaffung von umweltfreundlichen Geräten und Fahrzeugen in der Verwaltung und im Gewerbe würden in Zukunft zu einer Entlastung führen.

Auch die Holzfeuerungskontrollen, welche in den Kantonen seit einigen Jahren durchgeführt werden, leisten einen wichtigen Beitrag zur Schadstoffreduktion. Denn: Wer Holzfeuerungen unsachgemäss betreibt oder Grünabfälle im Freien verbrennt, produziert viel Feinstaub.

Seit 1999 existiert ein gemeinsames Luftmessnetz (in-LUFT) der Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri, Zug und Aargau. In- LUFT gehören insgesamt zehn Messstationen an.