Muri

Die Freiämter Hilfe ist in Syrien sehr willkommen

Auch Kinder halfen mit, als es darum ging, die Hilfsgüter zu verladen. zvg

Auch Kinder halfen mit, als es darum ging, die Hilfsgüter zu verladen. zvg

Über 750 Säcke Hilfsmaterial, 32 Kartons mit Spitalbedarf und 150 Fussbälle fanden den Weg nach Syrien: Die Freiämter Hilfe ist angekommen.

Im November fand in Muri die syrisch–kurdische Tavolata des Vereins Integration Freiamt statt. Dabei informierten Abdulbasset und Leyla Ramadan über ihr Vorhaben, einen grossen Nothilfe- Lastwagen direkt ins Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien zu bringen.

Ihr Appell, Decken, Schlafsäcke, warme Winterkleidung und Ähnliches vorbeizubringen oder Geld zu spenden, damit das Benötigte vor Ort beschafft werden kann, stiess auf offene Ohren in Muri sowie im ganzen Freiamt. Und dank Mittun befreundeter Organisationen wie dem Verein Syriaid und der Gruppe Alesopste wurde gleichzeitig in Bern, Zürich und Genf ebenfalls gesammelt und gespendet. Schliesslich konnte ein Sattelschlepper bis unter die Blache gefüllt werden.

752 Säcke Hilfsgüter, 32 Kartons mit Spitalbedarf fanden Platz sowie ein Karton mit 150 Fussbällen und zwei Handpumpen, gesponsert durch die Projektverantwortlichen von «My ball» aus Berikon. Für den Transport sprang TNT Swiss Post AG ein, der Arbeitgeber von Abdelbasset Ramadan. Die Firma stellte sowohl den Lastwagen als auch den Chauffeur zur Verfügung, sodass es nach dreitägiger Beladung und nach Einholen der nötigen Bestätigungen losgehen konnte. Nachdem zunächst alles planmässig verlaufen war, bekam der Fahrer am Zoll zwischen Griechenland und der Türkei grosse Probleme. Es dauerte volle zwölf Tage, bis endlich die weiteren Bestätigungen übersetzt und von den Zollbeamten akzeptiert worden waren und der Sattelschlepper die Grenze passieren durfte.

Spenden für Milchpulver

Mittlerweile war Abdulbasset Ramadan aus der Schweiz dazu gestossen. In Gaziantep wurde der Inhalt des Lastwagens an drei kleinere Lieferwagen verteilt und nach Orfa, Suruc und in einige Städte und Dörfer im Grenzgebiet gefahren, wo die Leute noch sehr wenig Hilfe erhalten. «Von unserem Spendegeld konnte ich 150 Boxen Milchpulver kaufen und jeder Familie mit Kleinkindern ein Windelpack abgeben. Insbesondere beim Verteilen kam ich schon an meine Grenzen», so Abdulbasset Ramadan.

Drei Ärzte aus Kobane, die in den Flüchtlingslagern freiwillig arbeiten, holten die Kartons mit Spitalbedarf ab und baten, dringend benötigte Medikamente zu besorgen. Dies kann vielleicht, dank neu geknüpfter Kontakte das nächste Mal gelingen. Und ein nächstes Mal muss es geben, denn die Situation ist weiterhin sehr schlimm, insbesondere für alte Leute, Frauen und Kinder. Im Moment ist Abdulbasset Ramadan mit dem Verein Syriaid am Diskutieren, wie und mit welchen Schweizer und syrischen Gruppen und Vereinen eine effiziente, verlässliche langfristige Hilfe aus der Schweiz gewährleistet werden kann. Weitere Informationen unter: www.syriaid.ch, www.myball.ch.

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