Ob das Inserat im «Landanzeiger» tatsächlich gar nicht ernst gemeint war, wird wohl das Geheimnis des Verfassers bleiben. Er hatte per Chiffre-Inserat einen Arzt gesucht, der ihm für ein gutes Trinkgeld zu einer IV-Rente verhelfen würde. Nachdem die az Aargauer Zeitung darüber berichtete, nahmen das Inserat auch andere Medien auf. Der Landanzeiger kam unter Druck: Auf Anfrage heisst es beim Verlag des «Landanzeigers», man habe mit dem Inserenten gesprochen und es handle sich um einen Scherz.

Strafbar ist das Inserat an sich nicht. Allerdings könnte damit ein Betrug beabsichtigt sein, so der Aargauer Oberstaatsanwalt Beat Sommerhalder. Zum Betrugsversuch würde die Geschichte jedoch erst, wenn tatsächlich ein Rentenantrag mit falschem Arztzeugnis eingereicht würde, was mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden könnte.

Der «billige» Scherz hat den Verfasser 25 Franken gekostet. Laut «Landanzeiger» haben sich auf das Inserat noch keine interessierten Ärzte gemeldet. (ju/sha)