FC Aarau

Der Präsident des FC Aarau stellt die Trainerfrage

«Alles ist jetzt ein Thema, auch der Trainer»: Das sagt Alfred Schmid, Präsident des FC Aarau nach der erneuten Pleite vom Wochenende. Schnellschüsse will er keine produzieren, sondern eine Lösung, die den FC Aarau wieder nach vorne bringt.

Bis zur 83. Minute sah der FC Aarau gestern wie der Sieger aus. Am Schluss ging er als Verlierer vom Platz. «Ich bin enttäuscht, so enttäuscht wie die Fans», sagt Schmid zur az.

Der Präsident will nun handeln. «Alle haben gesehen, wo es mangelt: An der Leadership in der Innenverteidigung und zum Teil auch am Kampfwillen», so der Präsident.

Der FC Aarau brauche daher personelle Verstärkungen an seinen Schwachpunkten. Das angestrebte Saisonziel, ein Rang unter den ersten sechs, lasse sich sonst nicht erfüllen. Verstärkungen waren laut Schmid ursprünglich erst für nächste Saison eingeplant. Im Klartext heisst das: Der FC Aarau sucht intensiv einen Abwehrchef. Ein Spieler, der hinten Sicherheit ausstrahlt und verhindern hilft, dass Partien in den letzten Minuten verloren gehen, so wie gestern.

Die FCA-Fans nach der 2:3-Niederlage gegen Delémont

Der FC Aarau in der Krise

Kein Schnellschuss

Auch der Trainer ist beim FC Aarau jetzt ein Thema. «Der Trainerwechsel ist ein Thema», bestätigt Schmid gegenüber az. Er will aber keine Schnellschüsse produzieren. «Heute und morgen heisst unser Trainer Ranko Jakovljevic». Und vielleicht auch später noch. «Wir wollen eine Variante bringen, die den FC Aarau vorwärts bringt», so Schmid. Wann er diese präsentieren will, lässt er offen.

Der FC Aarau habe nur fast 14 Tage spielfrei. Die Zeit wollen Schmid und Co nutzen, an einer Lösung zu feilen. Klar ist: «Es darf nicht so weiter gehen».

Schmid macht auch deutlich, dass er und der FC Aarau die Situation gestern nach der Partie unter Kontrolle hatten. Er selbst hätte die enttäuschten und teilweise auch wütenden Fans aufs Feld beordert. Damit sie dort vis à vis der Mannschaft Dampf ablassen konnten. Die «Diskussion» mit der Mannschaft sei hart, aber fair gewesen. Dass dabei auch Kraftausdrücke gefallen sind, bestreitet Schmid nicht. Er findet das angesichts der Situation aber verständlich. «Das Ganze fand in einem geordnetem Rahmen statt. (rsn)

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