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Der Kanton Aargau ging gegen 24 IV-Bezüger vor

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Die Aargauer Behörden nehmen die IV-Bezüger an die Kandare. Bei insgesamt 24 Empfängern der Invalidenrente wurden die Renten gekürzt und bei sechs Fällen Strafanzeige eingereicht. Auch Observationen fanden statt.

Die Streichung oder Reduktion von 24 Renten führt schätzungsweise zu Minderausgaben von 9 Millionen Franken, hochgerechnet auf eine durchschnittliche Bezugsdauer. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht 2010 der SVA hervor.

Observation kostet 7200 Franken

Wenn es genügend Anhaltspunkte für einen Verdacht auf Versicherungsbetrug gebe, werde der Fall von der Sachbearbeitung an die Spezialisten der Betrugsbekämpfung weitergeleitet. Als letzte Möglichkeit, um einen Verdacht zu erhärten, werde eine Observation vorgenommen. Die SVA leitete im vergangenen Jahr 13 Observationen ein. Eine Überwachung liess sich die SVA im Durchschnitt 7200 Franken kosten.

Sozialdetektive suchen im Aargau nach IV-Betrügern

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Die Sozialversicherungsanstalt entschied im vergangenen Jahr über insgesamt 3645 IV-Rentengesuche. Mehr als jedes zweite Gesuch wurde jedoch abgelehnt. Die Ablehnungsquote betrug 54,6 Prozent - fünf Jahr zuvor hatte sie bei 38,7 Prozent gelegen. Die SVA zahlte 2010 IV-Renten in der Höhe von 271,3 Millionen Franken aus - rund 5 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.

Rekordsumme für Prämienverbilligung

Wie aus dem Jahresbericht der SVA weiter hervorgeht, wird in diesem Jahr mit voraussichtlich 241,5 Millionen Franken eine Rekordsumme als Verbilligung an die Krankenkassenprämien ausbezahlt.

Die SVA hiess für dieses Jahr 55'830 Gesuche gut. Damit steigt die Zahl der Bezüger um 4,8 Prozent. 17,5 Prozent der Anträge wurden abgelehnt.

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