Fussball
Der FC Aarau will nächste Saison unter die ersten Sechs

Die letzte Saison stand für den FC Aarau unter einem Motto: Pleiten, Pech und Pannen. Das soll sich auf die neue Saison hin ändern. Der Traditionsverein beabsichtigt, um den Aufstieg in die Super League mitzumischen.

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Alexander Wagner

Es tut sich was auf dem Brügglifeld. FCA-Präsident Alfred Schmid nimmt an der Pressekonferenz gleich vorweg: «Wir haben die Herausforderung Challenge League unterschätzt. In diesem Jahr werden vieles anders in Angriff nehmen.» Mit akribischer Arbeit und einem 4 Millionen Franken Budget (für die ganze FC Aarau AG) will man in der kommenden Spielzeit oben mitspielen: «Ziel ist ein Platz in den Top 6», sagt Schmid weiter.

Kein leichtes Unterfangen, denn mit St. Gallen, Bellinzona oder Lugano warten schwere Gegner. Ausserdem wird die Challenge League Ende Saison auf 10 Mannschaften gestutzt. Heisst: Es wird 6 Absteiger geben. «Deswegen rüsten nun alle Vereine auf. Es geht um alles. Darunter werden vor allem die jungen und unerfahrenen Spieler zu leiden haben», prognostiziert Aaraus Sportkoordinator Urs Bachmann.

Radikale Kaderreduzierung

Die Aarauer setzen Qualität vor Quantität. Das 24-Mann-Kader der Vorsaison wird auf 19 Spieler gestrafft. Bekanntestes Opfer der Kaderreduzierung ist Michele Polverino. Für den Liechtensteiner gibt es unter Trainer René Weiler keine Chancen auf einen Stammplatz. Ausserdem werden für Spieler wie András Vagi, Skender Zeqiri und Emir Sinanovic neue Arbeitgeber gesucht. «Wenn wir für diese Akteure eine Lösung gefunden haben, dann befassen wir uns mit weiteren Zuzügen», stellt Urs Bachmann klar. Vor allem die dünn besetzte Offensive soll weiter verstärkt werden.

Seit Neustem im Trockenen ist die Verpflichtung von Innenverteidiger Juan Pablo Garat. Der 28-jährige Italo-Argentinier spielte vier Jahre für St. Gallen (2005-2009) und wechselt von Dinamo Bukarest in die Kantonshauptstadt. Auch die Jungtalente Marco Aratore (FC Basel), Shkelzen Gashi (Xamax) und neu auch André Gonçalves (FC Zürich) konnten für ein weiteres Jahr ausgeliehen werden. Zusätzlich wird der 18-jährige Rechtsverteidiger Samuel Widmer von der U21 ins Profiteam geholt.

Wie erwartet, trägt Sandro Burki weiter die Kapitänsbinde. «Sandro ist unsere Identifikationsfigur und präsentiert sich während der Vorbereitung in bester Form», lobt René Weiler. Interessant weiterhin bleibt die Personalie Aco Stojkov: «Er sieht in Alain Schultz und Moustapha Dabo die neue Konkurrenz und hängt sich im Training voll rein. Aco weiss genau, dass er einen Stammplatz längst nicht mehr auf sicher hat», ergänzt Weiler. Ob der abwanderungswillige Mazedonier noch eine Saison im Brügglifeld anhängt, ist derzeit unklar.

Nike wird neuer Ausrüster

Eine Veränderung gibt es auch in Sachen Ausrüstung. Neu wird der FCA mit Nike als Trikotsponsor auflaufen. «Legea hat sich im letzten Jahr leider als unprofessioneller Ausrüster erwiesen», begründet Marketing-Verantwortlicher Roger Geissberger den Wechsel. Zur nie enden wollenden Stadionfrage gibt es ebenfalls Neuigkeiten: 2012 soll der definitive Spatenstich für die neue Fussballarena erfolgen. «Mit dem neuen Stadion wollen wir auch in die Super League aufsteigen.», so Schmid kämpferisch. Das neue Gesicht des FC Aarau nimmt langsam konkrete Formen an. Sieht gut aus.

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