Raser
Der Fall Schönenwerd hilft Raser-Initiative

Nur noch 23 880 Unterschriften fehlen bis zum Zustandekommen der Raser-Initiative. Der Fall der Raser, die in Schönenwerd vor Gericht stehen und in den letzten Wochen rückfällig geworden sind, gibt der Initiative jetzt zusätzlichen Schub.

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Raserunfall

Raserunfall

Kapo SO

«Das zwei der drei Raser von Schönenwerd rückfällig wurden, hat die Menschen erst recht bestärkt, die Initiative zu unterzeichnen», sagt Valesca Zaugg von Strassenopfervereinigung «Roadcross» gegenüber dem «Sonntag».

Zwei der drei Raser, die im November 2008 den Tod von Lorena (†21) verursachten, wurden jetzt wieder von der Polizei wieder erwischt. Der Türke Cemal A. (20) sass auf dem Beifahrersitz, als sein Bruder mit 109 km/h in Trimbach geblitzt wurde. Erlaubt sind 50 km/h. Und Kroate Verdran B (20) wird gestoppt, weil er sich ohne Führerschein ans Steuer setzt.

Erstmals äussert sich jetzt der kroatische Botschafter Jaksa Muljacic zum Fall: «Keine Person hat das Recht, die Gesetze des Landes, egal ob er deren Staatsangehöriger ist oder nicht, zu verletzen.» Jedes Land habe das Recht, solche Personen zu sanktionieren. «Nach Verbüssung der Strafe werden die kantonalen Behörden die Ausschaffung prüfen müssen», sagt Mario Gattiker, Vizedirektor des Bundesamtes für Migration. Eine solche Massnahme würde Gattiker «selbstverständlich» begrüssen.» (rsn)