Am Montag sind die Ferien vorbei. Die Schülerinnen und Schüler werden im Alltag wieder vornehmlich die Schulbank drücken. Dazu brauchen sie das passende Material. Ob Füller, Bleistift, Farbstift, Filzstift oder Spitzer, ob Radiergummi, Lineal oder Geo-Dreieck, ob Etui, Tornister, Rucksack oder Turnsack – die Wünsche und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler änderten sich nicht entscheidend, sagt Robert Sailer, Inhaber der Höchli Papeterie AG in Baden. «Der Verkauf läuft wie jedes Jahr.»

Von Kind zu Kind unterschiedlich ist hingegen der Zeitpunkt der Shoppingtour. Während die einen schon vor den Sommerferien an das nächste Schuljahr denken würden und sich bereits dann um das passende Material kümmerten, warteten andere bis zum letzten Moment, sagt Robert Sailer. Diesen Trend stellt auch Elle Steinbrecher, Mediensprecherin von Manor, fest. «Wir merken, dass viele Eltern schon vor den Ferien oder während der ersten Ferientage das Schulmaterial einkaufen und dann die Ferien geniessen.»

Natürlich gebe es aber auch viele Last-Minute-Einkäufe. «In den letzten Ferientagen werden dann viele vergessene Artikel oder zusätzliche Artikel, die einfach Freude machen, dazu gekauft», sagt Steinbrecher.

Trend aus Deutschland ist beliebt

Wer sich erst im letzten Moment um das Material kümmert, wird möglicherweise enttäuscht, weil der Wunschartikel schon ausverkauft ist. «Die Schultüten beispielsweise laufen besonders gut», sagt Robert Sailer. Der Brauch der Schultüten stammt aus Deutschland und geht dort bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück. Besonders den Schulanfängern sollte mit den Tüten der Schulanfang versüsst werden – wortwörtlich, denn gefüllt waren die Tüten meist mit süssen Schleckereien. Mittlerweile erfreuten sich die Schultüten auch hierzulande immer grösserer Beliebtheit, sagt Sailer.

Was die Motive auf Tornister und Etui angeht, haben die Mädchen und Buben klare Präferenzen. «Bei den Mädchen ist es eher etwas Verspieltes, etwas Fantastisches – bei den Buben etwas Technisches», sagt Sailer. «Tiermotive sind bei den Mädchen beliebt. Bei den Buben ist es beispielsweise Lego oder ganz aktuell Motive aus dem Film ‹Cars 2›», sagt Steinbrecher. Egal, welches Motiv – beliebt seien so genannte Sets, bei denen die ganze Ausrüstung vom Tornister bis zum Etui das gleiche Design habe, sagt Sailer.

Spezielle Schere für Linkshänder

Bei Manor wird das Grundsortiment an Schulmaterial jeweils auf den Schulbeginn hin noch ausgebaut. «Es gibt zum Beispiel speziell auf Linkshänder ausgerichtetes Material», sagt Elle Steinbrecher. So müssen sich Linkshänder nicht mehr länger mit Rechtshänder-Scheren abmühen.

Die Eltern achteten aber auch vermehrt auf die Ergonomie und das Gewicht der Tornister, sagt Steinbrecher. Bei Manor wiegt das leichteste Modell gerade noch 800 Gramm und schont so die Gesundheit der Kinder. Die klassischen Tornister erfreuen sich vor allem bei den Schulanfängern grosser Beliebtheit. «Ältere Schülerinnen und Schülern ersetzen sie vermehrt durch Rucksäcke oder Umhängetasche», sagt Steinbrecher.